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Wegfall der EU würde Deutsche um 3,9 Prozent ärmer machen

Das Hauptquartier der EU im Berlaymont-Gebäude in Brüssel. Foto: EU-Presseservice
Das Hauptquartier der EU im Berlaymont-Gebäude in Brüssel. Foto: EU-Presseservice

IfW: Abwicklung des Binnenmarkts wäre besonders bitter

Kiel, 26. Mai 2019. Würden die EU und der Binnenmarkt aufgelöst, würde allein in Deutschland nur durch Handelseffekte das Pro-Kopf-Einkommen um 3,9 Prozent sinken. Dies geht aus einer Studie des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel hervor. Die Forscher selbst bezeichnen diese Prognose als untere Grenze, da „Effekte der Freizügigkeit von Kapital und Arbeit“ nicht berücksichtigt seien.

„Binnenmarkt ist das Kronjuwel der EU-Integration“

Dabei sei noch nicht einmal der Wegfall von Zöllen der größte Nutzen für die Wirtschaft der EU-Länder gewesen, sondern der Binnenmarkt, „also die Abschaffung nichttarifärer Handelshemmnisse etwa durch die gegenseitige Anerkennung von Normen und Standards“. Dies habe den Mitgliedsländern die größten Wohlfahrtsgewinne beschert. Der Binnenmarkt mache die Europäische Union als Ganzes jedes Jahr um 643 Milliarden Euro und Deutschland um 132 Milliarden Euro reicher. „Der Binnenmarkt ist das Kronjuwel der EU-Integration“, schätzte IfW-Präsident Gabriel Felbermayr ein.

Allerdings profitieren die Mitgliedsländer unterschiedlich stark von den EU-Freizügigkeiten. Am stärksten nutzt er kleineren Ländern wie Luxemburg oder Malta. Großbritannien dagegen profitiere am wenigsten von seiner Mitgliedschaft im Binnenmarkt, „weil das Land vor allem im Dienstleistungssektor aktiv ist, wo der Binnenmarkt weniger Vorteile bietet, und auch aufgrund geringerer Sprachbarrieren mehr Handel auch außerhalb des Binnenmarktes betreibt“.

Autor: hw

Quelle: IfW

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger