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Deutsche wollen Chef durch KI ersetzen

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz
Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Umfrage: 30 Prozent würden lieber unter Künstlicher Intelligenz dienen

Berlin, 19. Februar 2019. Viele reden derzeit von „Künstlicher Intelligenz“ (KI) – und die deutschen Arbeitnehmer haben auch schon eine Ahnung, wofür diese Computer-Technologie am besten einzusetzen wäre: 30 Prozent der Berufstätigen würden ihren Chef durch eine KI ersetzen. Das hat eine Umfrage von „Bitkom Research“ im Auftrag des deutschen Digitalwirtschafts-Verbandes „Bitkom“ aus Berlin ergeben.

Bitkom: Das wird noch eine Weile dauern

Bitkom-Präsident Achim Berg bremste allerdings zu hochgesteckte Erwartungen: „Künstliche Intelligenz wird in absehbarer Zukunft in den allermeisten Fällen weder Vorgesetzten noch Mitarbeitern die Arbeit komplett abnehmen, sondern sie bei ihrer Tätigkeit unterstützen“, schätzte er ein. „Wer hofft, seinen Chef auf diesem Weg loszuwerden, wird sich noch etwas gedulden müssen.“ Und: „Schon heute erhalten Techniker Hinweise auf die wahrscheinlichste Fehlerursache oder Ärzte Hilfe bei der Auswertung von Röntgenbildern. KI wird in Zukunft auch Hilfe bei weitreichenden Managemententscheidungen geben – diese aber nicht selbsttätig treffen.“

KI zur Querschnittstechnologie aufgestiegen – auch Sachsen will mitmischen

Die KI wird derzeit von vielen Wirtschaftsvertretern und –politikern als besonders wichtige Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren, die Entwicklung neuer Werkstoffe, die hochautomatischen „Industrie 4.0“-Fabriken, die Systembiologie, Medizin und andere Querschnittsaufgaben gehandelt. Auch Sachsen bemüht sich derzeit, in diesem Sektor eine führende Rolle zu übernehmen: Gemeinsam mit Fraunhofer siedeln sich demnach auf dem Campus der TU Dresden zwei KI-Institute an, ein weiteres ist in der Lausitz geplant.

Als führend gelten in der KI-Technologie derzeit allerdings Unternehmen aus den USA und aus China, darunter Google, Alibaba, Amazon  und Tesla.

Autor: hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger