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Cloud-Klassenzimmer für Roboter

Roboter anzulernen, ist eine Wissenschaft für sich. Foto: Rainer Bez, Fraunhofer IPA
Roboter anzulernen, ist eine Wissenschaft für sich. Foto: Rainer Bez, Fraunhofer IPA

Experten wollen auf Konferenz in Dresden neue Anlern-Methoden für Roboter diskutieren

Dresden, 19. Oktober 2018. Um „Künstliche Intelligenzien (KIs) und Roboter anzulernen, werden auch neue Trainingstechniken wie das „Maschinelle Lernen“ gebraucht. Das haben Fachleute aus Wirtschaft und Forschung im Vorfeld der Konferenz „Roboter in der Automobilindustrie“ eingeschätzt. Die Robotik-Konferenz findet am 14. und 15. November 2018 in der VW-Manufaktur Dresden statt.

Bessere Robotik-Chancen für kleine Unternehmen

„Neue Fertigkeiten erwirbt man nicht von heute auf morgen. Das ist bei Robotern nicht anders als bei Menschen“, betonte Stefan Nusser von „Google Cloud AI Europe“. „Cloud Robotics bietet beim Maschinellen Lernen die ideale Möglichkeit, ein Modell vorzubereiten auf seine zukünftigen Aufgaben.“ Die Rechnerwolke sei sozusagen ein externes Trainingscamp, in das man den Roboter schickt. „Hier lernt er die Verarbeitung von Sensordaten, Spracherkennung, Bildanalyse“, erklärte Nusser. „Der Wissenserwerb muss nicht in den eigenen vier Wänden stattfinden. Das ist ein entscheidender Vorteil, gerade auch für kleinere Unternehmen, die dadurch riesige Ressourcen anzapfen können.“

Fraunhofer-Experte: Stehen beim Maschinellen Lernen noch am Anfang

„Der Einsatz Maschinellen Lernens in der Produktion steht aber erst am Anfang“, unterstrich Robotik-Abteilungsleiter Martin Hägele vom „Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung“ (IPA) in Stuttgart ein. „Hier gibt es bedeutend mehr Möglichkeiten.“ Dafür müssten Forschung und Industrie besser verlinkt werden.

Alternative: Roboter guckt sich Tricks beim Menschen ab

Alternative Möglichkeiten Roboter anzulernen testet derweil „Wandelbots“ auch in der VW-Manufaktur Dresden: Die junge Firma hat eine Sensorjacke entwickelt, die Bewegungen erkennt. Dadurch können Menschen den Robotern elementare Arbeitsabläufe vormachen. An der TU Dresden ist nun ein interdisziplinäres Exzellenzzentrum geplant, in dem Elektroniker, Textilforscher, Neurocomputerexperten und Kommunikationsingenieure unter anderem eine neue Generation solcher Steuerjacken entwickeln wollen.

Autor: Heiko Weckbrodt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger