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IfW: Deutscher Wirtschaftsabschwung ist absehbar

Der Energiesektor von Siemens konnte erst kürzlich wieder Großaufträge in Ägypten und in Belgien an Land ziehen - hier ein Blick in die Turbinenmontage im Berliner Siemens-Werk. Das IfW rechnet damit, dass sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland noch beschleunigen wird. Foto: Siemens
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Ökonomen korrigieren BIP-Prognosen nach unten

Kiel, 6. September 2018. Der lange wirtschaftliche Aufscwhung in Deutschland nähert sich dem Ende, ab 2020 ist mit einem Abschwung zu rechnen. Das hat das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel prophezeit.

Zugleich korrigierten die Ökonomen ihre Prognosen für das aktuelle Wirtschaftswachstum nach unten: Für 2018 erwarten sie nun nur noch 1,9 Prozent Zuwachs (-0,1 Prozentpunkte) für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und für 2019 eine Rate von 2,0 Prozent (-0,3 Prozentpunkte).

Das Ifo-Institut aus München rechnet derweil mit jeweils 1,9 Prozent für beide Jahre, das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mit 1,8 % (2018) und 1,7 % (2019). Indofern leigen jetzt mehre Institute nahe beeinander in ihren Prognosen.

Hochkonjunktur ist aber noch nicht vorbei

„Die Hochkonjunktur in Deutschland ist noch nicht vorbei, zu Beginn des nächsten Jahrzehnts werden die zyklischen Gegenkräfte durch ein weiteres Ausreizen der Kapazitätsreserven aber immer stärker, und Deutschland muss sich auf den Abschwung gefasst machen“, schätzte Stefan Kooths ein, der das IfW-Prognosezentrum leitet. Verantwortlich machte er vor allem Kapazitätsengpässe in der Bauwirtschaft und der Industrie. Trotz der Handelskonflikte mit den USA rechnet er aber mit weiter wachsenden Exporten der deutschen Wirtschaft um 3,2 Prozent (2018), 4,7 Prozent (2019) und 4,8 Prozent (2020).

Vor allem kapazitätsprobleme dämpfen weiteren Aufschwung

Aber: „Insgesamt mehren sich die Zeichen, dass die deutsche Wirtschaft in die Spätphase des Aufschwungs eintritt, da deutlich angespannte Kapazitäten, die sich etwa in Engpässen bei Personal sowie Vorleistungs- und Ausrüstungsgütern bemerkbar machen, einer kräftigeren Ausweitung der Produktion im Wege stehen“, betonte Kooths.

Autor: hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger