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„A Rite from the Stars“: Der stumme Junge ist der Auserwähle

Hier begegnet der stumme Junge Kirm dem Chefjäger seines Stammes, der ihn auf einem Teil seiner Transition anleitet. Derweil begleitet ihn sein Schutzstern. Abb.: Bildschirmfoto (hw) von "A Rite from the Stars".
Hier begegnet der stumme Junge Kirm dem Chefjäger seines Stammes, der ihn auf einem Teil seines Weges zur Legende anleitet. Derweil begleitet ihn sein Schutzstern. Abb.: Bildschirmfoto (hw) von „A Rite from the Stars“

Adventure mit drei kooperierenden Akteuren über die Riten eines Naturvolkes

Kirm gehört zu einem Naturvolk auf der Insel Kaikala, dessen Bewohner Baumblätter als Gesichter und leuchtende Quadrataugen haben. Der Junge ist stumm – und wird vielleicht gerade deshalb von den Sternen auserwählt, auf dem Weg zum Erwachsenen eine Reihe von Ritualen zu absolvieren, die ihn zur einer legendären Lichtgestalt auf der Insel machen sollen. Diese Geschichte nennt sich „A Rite from the Stars“ und ist ein kollaboratives Adventure mit “Jump’n’Run”-Elementen von den Spielestudios „Risin’ Goat“ und „Phoenix“ (bekannt u.a. durch die Adventure-Reihe „Cognition“). Erschienen ist es nun als Download-Spiel auf der Plattform „Steam“.

Werbevideo (Phoenix):

Das Faszinierende daran ist die Story im Stil einer alten Maori- oder Südsee-Legende. Erzählt wird sie in einer eigenen, zwitschernden Phantasiesprache – wobei auch deutsche Untertitel verfügbar sind. Spieltechnisch bietet A Rite from the Stars“ dagegen kaum Neues: Wir steuern den Jungen Kirm durch allerlei Bewegungs- und Maschinenrätsel, die er kollaborativ, also nur im Zusammenspiel mit seinen zwei ständigen Begleitern lösen kann: Dein fliegender Schutzstern Hoku gibt ihm Ratschläge, sein Erdmännchen Mirk wiederum kann klettern und ist immun gegen Pflanzengifte. Das gab es im Genre schon oft, angefangen von „Maniac Mansion“ bis hin zu „Machinarium“.

Fazit:

Stilistisch ist „A Rite from the Stars“ reizvoll, auch wenn es an grafiktechnischen Glanzpunkten fehlt. Die kooperative Rätselei selbst ist einigermaßen unterhaltsam, überraschendes Neues ist allerdings nicht dabei.

Kurzüberblick:

Titel: „A Rite from the Stars“

  • Genre: Adventure/Jump’n’Run
  • Entwickler/Verlag: „Risin’ Goat“/„Phoenix“
  • Spieleplattformen: PC und Mac
  • Preis: ca. zwölf Euro (Steam oder Phoenix-Onlineladen)

 

Autor der Rezension: Heiko Weckbrodt

 

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger