NewsWirtschaftzAufi

Israelisches „Make my day“ im VW-Inkubator Dresden

Foto: Garmin
Foto: Garmin

Firmengründer wollen in Sachsen Auto-Navis verbessern

Dresden/Tel Aviv, 24. Mai 2018. Der israelische Navi-Entwickler „Make my day“ wird ab September 2018 für ein halbes Jahr in den Firmen-Inkubator der gläsernen VW-Manufaktur in Dresden einziehen. Das hat Volkswagen heute mitgeteilt. Demnach hatte sich das junge Unternehmen bei einer Vorstellungsrunde in Tel Aviv unter 40 Start-ups durchgesetzt, die am sächsischen Brüterprogramm von VW teilnehmen wollten.

„Make my day“ entwickelt laut Jury-Angaben „einen digitalen, persönlichen Assistenten im Auto, der den optimalen Weg für den Fahrer sucht und dabei unter anderem das Laden für Elektro-Fahrzeuge oder tägliche Einkäufe in die Routenplanung integriert. Der Nutzer soll damit Zeit und Geld sparen“.

Der neue Manufaktur-Chef Lars Dittert. Foto: Heiko Weckbrodt
Manufaktur-Chef Lars Dittert. Foto: Heiko Weckbrodt

Inkubator Dresden richtet sich international aus

„Die Tech-Szene in Israel ist bei der Digitalisierung weltweit führend“, schätzte VW-Innovationsmanager Nils Kristian Hüske ein. „Es ist eine gute Nachricht, dass die Gründer aus Tel Aviv mit ihrem innovativen Konzept nach Deutschland und Dresden kommen – ab September wollen wir die Idee mit unseren Experten zur Marktreife entwickeln.“ Auch Manufaktur-Chef Lars Dittert freut sich: „Mit dem erfolgreichen Wettbewerb in Tel Aviv setzen wir die Internationalisierung unseres Inkubators konsequent fort – nach Tschechien und Israel suchen wir jetzt nach Startups aus dem Baltikum.“

Vom Phaeton-Schaukasten zum E-Mobilitätszentrum

Seit 2017 hat VW die ehemalige Phaeton-Manufaktur in Dresden auf die E-Golf-Produktion umgestellt und zu einem Zentrum moderner Elektromobilität umprofiliert. Teil dieses Konzeptes ist ein „Future Mobility Incubator“. Darin fördert VW Firmengründer, die interessante Lösungen für die Mobilität von morgen in petto haben. Bisher hatte dieser Brüter nur deutsche Jung-Unternehmen aufgenommen. Nun sollen auch internationale Start-ups zum Zuge kommen.

Autor: hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger