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Magnetkäfige würgen Sonneneruptionen ab

Die Fehlfarben-Animation zeigt, wie Eurptionen die Sonne zu verlassen suchen, dann aber von Magnetfelderm wieder eingefangen werden. Abb.: Tahar Amari et al./Center for Theoretical Physics/École Polytechnique/NASA Goddard/Joy Ng
Die Fehlfarben-Animation zeigt, wie Eurptionen die Sonne zu verlassen suchen, dann aber von Magnetfelderm wieder eingefangen werden. Abb.: Tahar Amari et al./ Center for Theoretical Physics/ École Polytechnique/ NASA Goddard/ Joy Ng

Forscher aus Frankreich und den USA untersuchen mit dem NASA-Teleskop SDO, wann Sonne Plasma verliert

Sonnensystem, 25. Februar 2018. Sonneneruptionen sind ein steter Kampf zwischen der eigenen thermischen und kinetischen Energie auf der einen Seite und starken Magnetkäfigen, die das heiße Plasma auf der Sonne gefangen halten. Das haben Untersuchungen von Wissenschaftlern aus Frankreich und den USA ergeben. Sie nutzten dabei Beobachtungsdaten vom „Solar Dynamics Observatory“ (SDDO) der US-Raumfahrtbehörde NASA.

Untersuchte Region ist besonders aktiv – wirft aber kaum Plasma ins All

Den Forschern war aufgefallen, dass es von einer eigentlich besonders aktiven Region der Sonnenoberfläche kaum eine Sonneneruption bis ins All schaffte – anders als an anderen Stellen der Sonne. Durch Simulationen stellten die Wissenschaftler schließlich fest, dass daran starke Magnetfelder verantwortlich sind, die die entstehenden Ströme aus geladenen Teilchen an der Oberfläche unseres Zentralgestirns einschnüren.

Fusionsprozesse der Sonne könnten Vorbild für nahe unerschöpfliche Energiequelle sein

Das Verständnis dieser Prozesse auf der Sonne könnte in Zukunft dabei helfen, besser funktionierende Fusionsreaktoren auf der Erde zu bauen. Zwar gibt es schon Versuchsreaktoren, in denen nach dem Vorbild der Sonne beispielsweise leichtere Elemente wie Wasserstoff zu Helium fusioniert werden und dabei Energie liefern. Bisher funktionieren diese Reaktoren aber immer nur kurze Zeit und sind noch außerstande, kontinuierlich verwertbare Energie zu liefern. Ein oft beobachtetes Phänomen in den ersten Versuchsreaktoren war es, dass Magnetfelder den Plasmafluss abschnürten.

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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