Stahlwerk in Italien testet Wasserstoff-Produktion mit metallischen Gasen

Ambartec Dresden bringt seine Erfahrungen mit Eisennugget-Technologie ein
Dresden/Taranto, 8. Januar 2026. Ambartec Dresden beteiligt sich an einer Pilotanlage in einem italienischen Stahlwerk, die Wasserstoff aus Hochofengasen gewinnt und dabei nicht Luft, sondern oxidierte Metalle als Sauerstoff-Träger einsetzt. Das hat Ambartec nach einem Treffen der Projektpartner in Taranto mitgeteilt.
„Diese Lösung könnte die nachhaltige Transformation der Stahlindustrie beschleunigen, indem sie die CO₂-Emissionen reduziert und die Produktion von Wasserstoff für industrielle Zwecke ermöglicht“, betonen die Partner von „H2Loop“. Die Wasserstoffproduktion aus metallurgischen Gasen werde „in den kommenden zehn Jahren ein Schlüsselfaktor für eine nachhaltige Stahlherstellung sein“. Es handele sich hier um eine modulare Lösung, die metallurgische Gase in hochreinen Wasserstoff, einen Hochtemperatur-Stickstoffstrom und einen separaten CO₂-N₂-Strom umwandele. Diese Trennung der Stoffströme soll vor allem für weniger Abgase und vor allem für weniger Stickoxide im Prozess sorgen.
An diesem europäischen Projekt beteiligen sich Italiens größtes Stahlwerk „Acciaierie d’Italia“, die „Rouge H2 Engineering AG“ mit ihrem „Chemical-Looping-Verfahren“ (CLH) zur Erzeugung von Wasserstoff aus metallurgischen Gasen und das VDEh-Betriebsforschungsinstitut (BFI). Und außerdem ist Ambartec an Bord: Das Dresdner Unternehmen hat eine zu DDR-Zeiten entwickelte Technologie reanimiert und weiterentwickelt, mit der sich chemische Energie für die Wasserstoff-Gewinnung in Eisen-Klumpen speichern und gefahrlos transportieren lässt. Die CLH-Demonstrationsanlage im Stahlwerk Taranto soll 1300 Kubikmeter Wasserstoff pro Tag erzeugen.
Autor: hw
Quellen: Ambartec, VDEh-Betriebsforschungsinstitut

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