HWO-Teleskop soll Frage klären: „Sind wir allein im Universum?“

Nasa will mit neuartigem Raumteleskop nach Aliens und zweiter Erde suchen
Washington, 6. Januar 2026. Um die Suche nach Außerirdischen und einer zweiten Erde im All zu forcieren, will die „Nasa“ ein neues Weltraumteleskop bauen. Das „Habitable Worlds Observatory“ (HWO) soll als erstes Raumteleskop überhaupt Exoplaneten in fernen Sonnensystemen „direkt abbilden und die chemische Zusammensetzung ihrer Atmosphären auf Anzeichen von Leben untersuchen“, kündigt die US-Raumfahrtbehörde an.
Weltraum-Koronograf soll direkte Beobachtungen von Exo-Planeten ermöglichen
Die Nasa hat dafür nun eine Reihe von Industriepartnern ausgewählt, die dafür geeignete Technologien entwickeln sollen. Dazu gehören beispielsweise ein stabiles optisches System, dessen Bewegungen während der Beobachtungen maximal die Breite eines Atoms betragen sowie ein besonders leistungsstarker Koronograf: ein Instrument, das das Licht eines Sterns ausblendet, um die ihn umkreisenden Planeten besser zu beobachten. Dieses Instrument soll tausendfach leistungsfähiger sein als alle bisher gebauten Weltraum-Koronografen, erklärt die Nasa.
„Menschheit wartet gespannt auf bahnbrechende Erkenntnisse“
„Die Menschheit wartet gespannt auf die bahnbrechenden Erkenntnisse, die diese Mission liefern kann, und auf die Fragen, die sie uns über das Leben im Universum beantworten könnte“, betont Nasa-Administrator Jared Isaacman. „Sind wir allein im Universum?“, formuliert Astrophysik-Direktor Shawn Domagal-Goldman die dahinter stehende Frage. „Mit dem Observatorium für bewohnbare Welten wird die Nasa neue Wege für die Erforschung des Kosmos durch die Menschheit beschreiten.“

Tausende Exoplaneten bereits gefunden – aber nur indirekt
Bisher haben Teleskope auf der Erde und im Weltraum über 5000 Exoplaneten in fernen Sternensystemen entdeckt – vor allem durch indirekte Beobachtungsmethoden. Denn diese Planeten außerhalb unseres Sonnensystems verfinstern beispielsweise das Licht ihres Zentralgestirns, das die Erde erreicht, geringfügig. Auch machen sie sich durch kleine Gravitations-Anomalien bemerkbar. Dadurch lassen sich inzwischen auch die Abstände dieser Planeten zu ihrem jeweiligen Stern schätzen. Damit lässt sich auch die Chance kalkulieren, ob sie nahe genug und nicht zu weit weg von ihrer Sonne sind, dass dort Leben ähnlich wie auf der Erde gedeihen könnte. Ob sich dort aber tatsächlich kohlenstoffbasiertes Leben – und sei es nur als Kleinstlebewesen – gebildet hat, lässt sich bisher auf diesem Weg nicht beantworten.

HWO soll Exoplaneten nach Spuren von Methan und Sauerstoff durchsuchen
Ein Teleskop, das solche Exoplaneten direkt beobachten kann, würde insofern ganz neue Möglichkeiten für die Suche nicht nur nach bewohnbaren, sondern auch nach tatsächlich bewohnten Welten eröffnen. Konkret soll das HWO unter anderem nach Signaturen von Sauerstoff und von Methan suchen. Nach Meinung der Google-KI „Gemini“ sollte das neue Teleskop zuallererst Proxima Centauri b, TRAPPIST-1e, Kepler-442b, Teegardens Stern b und Tau Ceti e untersuchen: Diese Exoplaneten befinden sich entweder relativ nahe an unserem Sonnensysteme, gelten als Gesteinsplaneten wie die Erde oder als möglicherweise sogar lebensfreundlicher als die Erde („super-habitable“). Ein Startdatum für die neue „Flaggschiff-Mission“ der Nasa steht aber noch nicht fest.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: Nasa, Uni Jena, DLR, KI Gemini

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