Glofo Dresden investiert über finnische Risikokapitalisten in Europas junge Chipfirmen
Dresden, 18. Dezember 2025. Um der Halbleiter-Gründungsszene in Europa mehr Schwung zu geben und damit letztlich auch die eigenen Geschäfte von morgen anzukurbeln, beteiligt sich der Chip-Auftragsfertiger Globalfoundries (Glofo) an der Risikokapital-Tochter von „Cloudberry“ Finnland. Die wiederum investiert in Europa speziell in junge Unternehmen, die sich mit Halbleitern, Photonik und neuen Materialien beschäftigen. Das geht aus einer Mitteilung der Dresdner Chipfabrik von Globalfoundries hervor.
Startups bekommen Designhilfe bei neuen Chips
Über die finanzielle Beteiligung am neu gegründeten Venture-Fonds von Cloudberry hinaus verspricht Globalfoundries für junge europäische Mikroelektronikfirmen auch einen direkten Zugang zu den Design- und Fertigungskapazitäten in Europas größter Fabrik für Chip-Auftragsproduktion in Dresden.
„Langfristige Initiative zum Aufbau eines europäischen Halbleiter-Ökosystems“
„Die marktführenden, hochspezialisierten Chip-Technologien von Globalfoundries basieren auf Innovation und Zusammenarbeit“, betont Glfo-Dresden-Chef Manfred Horstmann. „Durch die Partnerschaft mit Cloudberry treiben wir den Ausbau der europäischen Halbleiterlandschaft voran und stärken sie zugleich.“ Diesen Aspekt heben auch die Finnen hervor: „Wir sehen diese Partnerschaft als Beginn einer langfristigen Initiative zum Aufbau eines europäischen Halbleiter-Ökosystems“, meint Cloundberry-Gründungspartnerin Veera Pietikäinen. „Europa verfügt über erstklassige Talente und fundierte technologische Kompetenzen in den Bereichen Halbleiter und Photonik, aber es fehlte bisher an Investoren, die wirklich verstehen, wie man diese Talente und Kompetenzen fördert und skaliert.“
Risikokapital-Empfänger könnten Kunden von morgen sein
Für Glofo ist dieses neue Engagement in Europas Risikokapital-Landschaft eine strategische Investition auch in die Kunden von morgen: Wenn es dem Unternehmen gelingt, über die Cloudberry-Beteiligungen an Aus- und Neugründungen an die eigene FDX-Chiptechnologie zu binden, könnte es sich womöglich Folgeaufträge über Jahre hinweg sichern. Zudem bekommt der Chip-Auftragsfertiger auch so einen direkten Draht zu neuen technologischen Entwicklungen ind der Mikroelektronik und Photonik.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: GF DD, Oiger-Archiv

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