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Sachsens Wirtschaftsleistung schrumpft – vor allem durch Trump-Effekte

Foto: Gruppe Feralpi
Bundesländer mit Stahlwerken, Autofabriken und Chemiebetrieben leiden besonders unter den Trump-Wirtschaftskriegen. Foto: Gruppe Feralpi

Dresden/Washington, 18. September 2025. Die sächsische Wirtschaftsleistung ist im zweiten Quartal 2025 um 0,4 Prozent geschrumpft – und damit ähnlich stark wie in Bayern, Baden-Württemberg und anderen Bundesländern, in denen die Autoindustrie eine große Rolle spielt. Das geht aus einer Berechnung des Ifo-Instituts in München hervor. Demnach haben immerhin 14 von 16 Bundesländern in diesem Zeitraum an Wirtschaftsleistung verloren, je nach Industrieprofil und Exportorientierung. Die Studienautoren machen dafür vor allem Trump-Effekte verantwortlich.

Sachsen-Anhalt und Niedersachsen noch stärker betroffen

Den stärksten Rückgang verzeichnete demnach Sachsen-Anhalt mit minus 1,1 Prozent, gefolgt von Niedersachsen (minus 0,7 Prozent) und Bremen (minus 0,5 Prozent). Die Gründe dürften in der US-Export-Orientierung der dort stark vertretenen Branchen zu suchen sein: Die chemische Industrie,, der Auto- und Maschinenbau sind besonders stark auf die Vereinigten Staaten als Absatzmarkt fixiert, sind aber auch besonders stark von der Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump betroffen.

„Wegen der Unsicherheit bezüglich der US-Zollpolitik zu Jahresbeginn haben viele Unternehmen ihre Käufe ins erste Quartal vorgezogen“, schätzt Ifo-Konjunkturexperte Robert Lehmann ein. „Diese Aktivitäten fehlten dann im zweiten Vierteljahr.“

Autor: hw

Quelle: Ifo

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger