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Doppel-Ehr für Dresdner Forscherin Felser

Prof. Claudia Felser an der neuen Sputter-Anlage. Foto: Dietrich Flechtner
Prof. Claudia Felser an einer Sputter-Anlage. Foto: Dietrich Flechtner

Quantenchemikerin wird Mitglied der Royal Society und bekommt Unesco-Preis

Dresden/London, 29. Mai 2025. Die Dresdner Professorin und Planckinstituts-Chefin Claudia Felser ist doppelte Ehr zuteil geworden: Die Royal Society in London hat die Chemikerin als ausländisches Mitglied aufgenommen, außerdem bekommt die 62-Jährige den L’Oréal-Unesco-Preis für Frauen in der Wissenschaft. Das geht aus Mitteilungen des Dresdner Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe (MPI-CPfS) hervor, an dem sie Direktorin und Forscherin ist.

Topologische Quantenmaterialien im Fokus

In beiden Fällen gaben ihre „herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der kondensierten Materiephysik, die weltweit zum Fortschritt der wissenschaftlichen Erkenntnisse beigetragen haben” den Ausschlag. Felser beschäftigt sich vor allem mit der Grundlagenforschung an topologischen Quantenmaterialien und neuartigen magnetischen Werkstoffen, die letztlich für nachhaltige Energietechnologien und neue Wege der Datenspeicherung gedacht sind.

Mitglied in der ältesten noch existierenden Akademie

Die Aufnahme in die Royal Society ist eine besondere Ehre: Diese britische Wissenschaftlervereinigung wurde 1660 gegründet und ist damit die älteste bis heute bestehende Wissenschaftsakademie weltweit. Zu ihren Vorsitzenden gehörte unter anderem Isaac Newton.

Seit 2011 in Dresden tätig

Felser wurde in Aachen geboren und sollte nach dem Willen ihrer Mutter eigentlich Krankenschwester werden. Ein Mathelehrer erkannte jedoch ihr Potenzial, delegierte sie zum Gymnasium und Felser schlug in der Folge eine wissenschaftliche Laufbahn ein. Sie studierte Chemie, spezialisierte sich dann aber auf die „Quantenschnittstellen“ zwischen Chemie und Physik. Seit 2011 leitet sie das MPI-CPfS in Dresden, im Folgejahr trat sie auch eine Professur an der TU an, wie es in Dresden für die Kooperation zwischen universitären und außeruniversitäten Forschungseinrichtungen meist üblich ist.

Autor: hw

Quellen: MPG, Wikipedia, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger