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Energiepark Bad Lauchstädt startet Wasserstoff-Transportleitung

Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger - zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt
Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger – zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt

„Weltweit einmalig“: Reallabor koppelt lokal Windpark, Groß-Elektrolyseur, Speicher und H2-Transport zum Endverbraucher

Bad Lauchstädt, 5. April 2025. „Ontras Gastransport“ will im Energiepark Bad Lauchstädt erstmals eine komplette „grüne“ Kette vom Windrad bis zum Verbraucher von Wasserstoff (H2) testen. Einen wichtigen Meilenstein dafür wollen die Projektakteure zusammen mit dem sächsischen Wirtschafts-Staatssekretär Thomas Kralinski am 8. April einweihen. Diese Art der lokalen Kopplung sei „weltweit erstmalig“, heißt es aus dem Ministerium.

Konkret nimmt der Erdgas-Leitungsnetzbetreiber den Ökostrom von einem lokalen Windpark aus insgesamt acht Windrädern, speist damit einen 30-Megawatt-Elektrolyseur, der Wasser in Sauer- und Wasserstoff zerlegt. Eine eigens dafür umgebaute alte Salzkaverne wird das Gas dann zwischenspeichern. Das transportiert dann eine Wasserstoff-Leitung direkt bis zu den Chemiebetrieben in Leuna. Dafür stellt Ontras die 25 Kilometer lange Erdgasleitung zwischen Bad Lauchstädt und Leuna auf den Transport von Wasserstoff um. Einen wichtiger Teil dieser H2-Trasse startet nun. Mit der Leitung will Ontras unter anderem die Total-Raffinerie in Leuna mit Wasserstoff beliefern.

Elektrolyseur kommt von Sunfire Dresden

Der Elektrolyseur selbst stammt von Sunfire Dresden. Er ist eine Art Herzstück der ganzen Anlage. Insgesamt investieren die Projektpartner laut eigenen Angaben insgesamt 210 Millionen Euro in das Vorhaben. Dafür schießt das Bundeswirtschaftsministerium 34 Millionen Euro für dieses „Reallabor der Energiewende“ zu.

Autor: hw

Quellen: SMWA, Ontras, Projektverbund Energiepark Bad Lauchstädt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger