Lausitz will mit Akkus und Wasserstoff-Tech „Nettonull-Tal“ werden

Gemeinsame Delegation von Sachsen und Brandenburg stellt Bewerbung in Brüssel vor
Brüssel/Görlitz/Cottbus 18. März 2025. Mit Akkus und anderen Energiespeichern, Wasserstoff-Technologien, neuen Ansätzen für Energie-Effizienz und Sektoren-Kopplung als neue Spezialitäten für die Zeit nach der Kohle bewirbt sich die Lausitz bei der EU um den Status als Nettonull-Tal („Net Zero Valley“). Bekommen die Sachsen und Brandenburger einen Zuschlag aus Brüssel, winken Fördergelder, Entbürokratisierung und andere Hilfen. Ein entsprechendes Konzept wollen der sächsische Wirtschafts-Staatssekretär Thomas Kralinski und die Brandenburger Staatssekretärin Friederike Haase nun in Brüssel dem EU-Kommissar Stéphane Séjourné präsentieren. Das geht aus einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums in Dresden hervor.
Lausitz gehört zu den ersten Bewerbern
„Die Lausitz hat sich als eine der ersten Regionen in Deutschland und der EU aufgemacht, ein ,Net Zero Valley‘ zu werden“, betont Haase. Mit dem Aufbau neuer, „sauberer“ Industrien schlage das Bergbaurevier einen neuen Kurs ein und zeigen, wie Strukturwandel-Regionen bei wichtigen Zukunftstechnologien international konkurrenzfähig sein können.
Mit ihrer „Net Zero Valley“-Initiative will die EU die europäische Wirtschaft wettbewerbsfähiger machen, Technologieabhängigkeiten reduzieren und sich ihren Klima- und Energieziele nähern. In den Netto-Null-Tälern sollen schnellere Genehmigungsverfahren gelten, neue Öko-Technologien zur Marktreife geführt und Fachkräfte dafür ausgebildet werden. Nicht dürften auch Fördermittel fließen.
Konkret in der Lausitz hat das Konzept laut Staatssekretär Kralinski breiten Rückhalt: Entstanden sei ein von regionaler Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Verwaltung getragenes Profil. „Dies sehen wir als ideale Ergänzung zum Strukturwandelprozess, der auch durch den Einsatz europäischer Strukturfondsmittel sichtbare Ergebnisse erzielt hat.
Autor: hw
Quellen: SMWA, Oiger-Archiv

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