Gemic 2025: Durchblick aus der Mikrowelle

Konferenz über Radarchips und -antennen in Dresden
Dresden, 18. März 2025. Mikrowellen kennen die meisten wohl von den gleichnamigen Aufwärmöfen im Haushalt. Doch wo die ursprünglich herkamen – nämlich als Nebenprodukt der militärischen Radar-Entwicklung – ist noch mehr: Ganze Radarsysteme passen inzwischen in einem Computerchip und verleihen vielen Autos alles durchdringende Augen – und damit bequeme Assistenzsysteme, die den Wagen teilweise von allein steuern. Solche Radarchips können aber auch Haushaltsrobotern helfen, sich in Wohnungen voller unberechenbarer Menschen zu orientieren, oder bessere medizinische Körperimplantate ermöglichen. Diese und weitere Anwendungsmöglichkeiten für Radar- beziehungsweise Mikrowellenelektronik diskutieren derzeit internationale Experten während der „German Microwave Conference“ (GeMiC) 2025 im Hörsaalzentrum der TU Dresden.
Mikrowelle als Schlüsseltechnologie
„Für den Forschungs- und Industriestandort Deutschland stellen die Mikrowellen- und Antennentechnik Schlüsseltechnologien dar, die uns bereits heute in unserem täglichen Leben begleiten und eine enorme Bedeutung für unsere Zukunft besitzen“, betont das „Institut für Mikrowellen- und Antennentechnik“ (IMA) als Mitveranstalter und verweist auf Beispiele wie Mobilfunk, WLAN, Navisysteme wie GPS oder Radar für Autos. Und die Bedeutung werde noch zunehmen: „Das autonome Fahren, Flugtaxis, die 5G/6G-Kommunikationsnetze der Zukunft oder das Internet der Dinge aber auch Quantencomputer und viele andere Zukunftstechniken sind ohne Mikrowellentechnik nicht denkbar.“
Gastgeber ist die TU Dresden
Auf der Agenda der diesjährigen Gemic-Konferenz stehen unter anderem „fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme“ mit Radarsensoren, die Integration von Radarsystemen in Schaltkreise, flexibel formbare Antennen für solche Sensoren, Mikrowellen-Messsysteme, der Einsatz von Mikrowellen-Sensoren für den Mobilfunk der 6. Generation (6G) sowie für intuitiv steuerbare Maschinen und dergleichen mehr. Organisiert wird die diesjährige Tagung durch die TU Dresden, das IMA aus Erlangen und die „Informationstechnische Gesellschaft“ (ITG) im Verband der Elektrotechnik und Elektronik (VDE). Das komplette Programm und weitere Informationen sind über die Adresse gemic2025.org im Internet abrufbar.
Autor: hw
Quellen: Gemic, Medienservice Sachsen, IMA

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