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Ostdeutsche Regierungschefs fordern faire EU-Agrarpolitik von EU

Zwischen dem Gestern und dem Morgen: Schon zu DDR-Zeiten, als es noch das Fortschritt-Kombinat mit seinen Großfabriken für Mähdrescher, Traktoren und andere Landmaschinen gab, konzentrierte die TU Dresden ihre Agrartechnik-Experimente an der Südhöhe in Dresden. Im Vordergrund steht ein mit moderner Steuerungstechnik ausgerüsteter "New Holland"-Traktor, an dem die Ingenieure neue Bodenbearbeitungs- und Ernte-Anhänger ausprobiert. Foto: heiko Weckbrodt
Foto: Heiko Weckbrodt

Dresden/Brüssel, 14. Februar 2025. Eine faire Behandlung großer Agrarbetriebe durch die künftige EU-Landwirtschaftspolitik haben die Regierungschefs der ostdeutschen Flächenländer in einem gemeinsamen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gefordert. Das hat die sächsische Staatskanzlei mitgeteilt. „Wir sind alarmiert über die wirtschaftliche Lage in vielen Betrieben“, heißt es in dem Schreiben.

Kretschmer: Größere Agrarbetriebe nicht benachteiligen

„In der EU-Agrarpolitik nach 2027 brauchen wir klare Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wachstum, gute Beschäftigungsperspektiven und eine hohe Lebensqualität“, forderte der Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). „Unsere Landwirte erwarten zu Recht Planungssicherheit und eine faire Förderung – ohne Benachteiligung größerer Agrarbetriebe. Gerade für die ostdeutschen Flächenländer mit ihren strukturell größeren Agrarunternehmen ist das von entscheidender Bedeutung.“ Die aktuelle Situation des Agrarsektors zeige, dass das derzeitige Modell der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) auf den Prüfstand gestellt werden müsse. Für die nächste Förderperiode ab 2028 muss eine transparente, einfache, nachhaltige und zukunftsfest ausgerichtete europäische Agrarpolitik angestrebt werden.« Notwendig sei zugleich eine drastische Vereinfachung der Regelungen. Wichtig sei daneben ein auskömmliches Budget für Investitionen zur Stärkung des ländlichen Raums.

Autor: Oiger

Quelle: SSK

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger