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„Rethinking Physics“: Von der Enterprise ins Quantenlabor

Vidya Madhavan (links), Elena Hassinger und Merit Spring (rechts) sind drei der 16 "Quantenfrauen", die sich in der Ausstellung "Rethinking Physics" vorstellen. Fotos: Tobias Ritz für das Ct.qmat
Vidya Madhavan (links), Elena Hassinger und Merit Spring (rechts) sind drei der 16 „Quantenfrauen“, die sich in der Ausstellung „Rethinking Physics“ vorstellen. Fotos: Tobias Ritz für das Ct.qmat

Ausstellung  in Dresden und Würzburg porträtiert 16 „Quantenfrauen“

Dresden/Würzburg, 20. Januar 2025. Für Amelie Mierau war es das Raumschiff Enterprise, das es mit seinen trecky-techy Zukunftsvisionen für die Physik begeisterte, für Alina Bachmann der Blick als Kind in den Sternenhimmel und Ewelina Hankiewicz ließ sich von der legendären Forscherin Marie Curie inspirieren. Was sie alle heute eint ist die Hingabe an die Quantenphysik, an die Welt der Gleichungen, Formeln und Aha-Momente.

Nur überprüfbare Aussagen

„In den Naturwissenschaften kann man sich nicht vor überprüfbaren Aussagen drücken“, erklärt beispielsweise die Dresdner Wissenschaftlerin Clara Lapp die Faszination des Faches. „Entweder stellt sich die Antwort auf eine Frage als richtig oder als falsch heraus. Glaubt man eine Lösung gefunden zu haben, muss man beweisen, ob sie stimmt – oder eben nicht. Wenn das nicht gelingt, heißt es: Weitersuchen.“

Wissenschaftlerinnen sollen Physikerinnen von morgen inspirieren

Diese und weitere „Quantenfrauen“ stellt das Exzellenzzentrum „Ct.qmat“ nun in einer Ausstellung „Rethinking Physics. 100 Jahre Quantenmechanik: Zeit für eine weibliche Perspektive!“ im Kulturpalast Dresden und im Martin-von-Wagner-Museum der Uni Würzburg vor. Die Organisatorinnen und Organisatoren wollen mit den 16 Porträts von Wissenschaftlerinnen aus Deutschland und Europa inspirierende Vorbilder „für die nächste Physikerinnen-Generation“ vorstellen: „Die Forscherinnen, die dieser Ausstellung ihre Gesichter leihen, haben eines gemeinsam: ihre Leidenschaft für Physik“, betont die Dresdner Uni-Rektorin Prof. Ursula M. Staudinger. „Solche Rollenvorbilder sind wichtig für die nächste Generation junger Frauen, um einen Zugang zur Physik und zu den Naturwissenschaften zu finden.“

Uno hat 2025 zum Quantenjahr bestimmt

Anlass ist das internationale Quantenjahr, das nun angebrochen ist: „Vor 100 Jahren wurde die Quantenmechanik formuliert“, erinnern die „Ct.qmat“-Sprecher Prof. Matthias Vojta aus Dresden und Prof. Ralph Claessen aus Würzburg. „An diesen Meilenstein erinnert Quantum2025 und unterstreicht die Bedeutung der Quantenwissenschaft als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Unsere Ausstellung zum Internationalen Jahr der Quantenwissenschaft und -technologie der Vereinten Nationen stellt etablierte und angehende Forscherinnen in den Mittelpunkt, die die Geschichte dieser Wissenschaft fortschreiben. Zugleich möchten wir zur Diskussion über Vielfalt in der Physik anregen – denn Wissenschaft ist für alle da!“

Geöffnet ist die Ausstellung bis Anfang Februar 2025 an den beiden Ct.qmat-Standorten Dresden und Würzburg. Danach tingelt sie durch Berlin, Nürnberg und Bonn, wird aber auch weiter in der sächsischen Landeshauptstadt zu sehen sein – dann aber in den Technischen Sammlungen Dresden.

Kurzüberblick:

  • Ausstellung „Rethinking Physics. 100 Jahre Quantenmechanik: Zeit für eine weibliche Perspektive!“
  • Wann? Bis 5. Februar in Dresden, bis 2. Februar in Würzburg
  • Wo? Kulturpalast Dresden (Foyer), Schloßstraße und Martin-von-Wagner-Museum der Uni Würzburg, Residenzplatz
  • Mehr Infos hier im Netz

Autor: hw

Quelle: Ct.qmat, TUD

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger