Betriebsplan für Wolfram-Bergbau in Pöhla genehmigt

Freiberg/Pöhla, 4. November 2024. Eine Neuauflage für den Zinn- und Wolfram-Bergbau in Pöhla rückt näher: Das sächsische Oberbergamt in Freiberg hat nun einen „Rahmenbetriebsplan“ für das geplante „Erzbergwerk Pöhla“ genehmigt. Das hat die Behörde heute mitgeteilt.
Die „Saxony Minerals & Exploration AG“ (SME) aus dem mittelsächsischen Halsbrücke will in Pöhla ein altes Bergwerk für das Mischgestein Skarn wiedereröffnen. Das Unternehmen will im Luchsbachtal Wolfram, Zinn, Zink, Flussspat, Kupfer, Indium, Eisen, Silber und Kadmium abbauen. Als richtig gewinnträchtig gelten davon aber vor allem Wolfram und Zinn.
„International gehören die Elemente Zinn und Wolfram zu den hinsichtlich der Versorgung der deutschen und europäischen Wirtschaft als besonders kritisch eingeschätzten Rohstoffen“, heißt es dazu vom Oberbergamt. „Durch die EU wird Wolfram als strategischer Rohstoff zur Gewährleistung einer sicheren und nachhaltigen Versorgung mit Rohstoffen eingestuft. Das Vorhaben wird deshalb einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der geopolitisch stabilen Verfügbarkeit der genannten Rohstoffe in Deutschland und der Europäischen Union leisten.“
Das Vorhaben in Pöhla ist nicht der einzige Anlauf, den Bergbau in Sachsen wiederzubeleben: Das Unternehmen „Zinnwald Lithium“ will im Erzgebirge das Leichtmetall „Lithium“ fördern, das vor allem für Akkus gebraucht wird. Gegen diese Vorhaben gibt es aber auch Widerstand von Anwohnern.
Autor: hw
Quellen: OBA Sachsen, Oiger-Archiv

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