NXP lässt Auto-Chips bei Globalfoundries Dresden fertigen

Niederländer setzen auf Stromspar-Effekte durch Halbleiter aus Sachsen
Dresden/Malta/Eindhoven, 1. November 2024. Globalfoundries (GF) Dresden kann künftig verstärkt mit Aufträgen der niederländischen Elektronik-Konzerns NXP rechnen. Dies sieht eine Kooperations-Vereinbarung beider Unternehmen vor. Die Sachsen sollen demnach vor allem Schaltkreise für Autos, mobile Geräte, Kommunikations-Technik und das Internet der Dinge für die Holländer fertigen. Für den amerikanischen Markt soll das Globalfoundries-Werk im Malta bei New York die Chips produzieren.
22FDX-Fabriken in Dresden und Malta
Dabei will NXP die besondere Chiparchitektur „22FDX“ von Globalfoundries nutzen, die unter anderem auf niedrigen Energieverbrauch getrimmt ist. Die Partner gehen von etwa 70 Prozent weniger Stromverbrauch im Vergleich zu klassischen Lösungen aus. Zudem lassen sich laut Hersteller in die 22FDX-Schaltkreise neben digitaler Logik auch gleich noch analoge Bausteine, kleine Funkempfänger und merkfähige Speicher integrieren, so dass sich mehr Funktionen auf kleinstem Raum unterbringen lassen.
Zudem ist es für die Niederländer wichtig, nicht allein auf eine Lieferquelle und eine Fabrik für alle Kunden angewiesen zu sein: „Die robuste Fertigungspräsenz von GF für 22FDX in Deutschland und den USA unterstützt unsere Ziele, die Lieferkontrolle und die geografische Ausfallsicherheit unserer Fertigungsbasis zu gewährleisten“, betonte NXP-Manager Andy Micallef.
Globalfoundries beschäftigt in seiner Dresdner Chipfabrik rund 3200 Menschen. Das Werk gehört zu den größten Mikroelektronik-Fabs in Europa. In den vergangenen Jahren habe die Dresdner GF-Fabrik mehr als drei Milliarden FDX-Chips an Kunden in aller Welt geliefert, informierte ein Sprecher.
Autor: hw
Quellen: GF, Oiger-Archiv, NXP

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