Sachsens Wirtschaft stagniert weiter

IHK-Barometer sinkt leicht
Dresden, 15. Oktober 2024. Die sächsische Wirtschaft stagniert weiter. Das hat die aktuelle Konjunkturumfrage der sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) ergeben. Die Geschäftslage der Unternehmen bleibt demnach nahezu unverändert, während die Geschäftserwartungen sich erneut leicht verschlechtern, berichtet die IHK Dresden. Der IHK-Geschäftsklimaindex sinkt leicht auf 96 Punkte und erreicht damit fast den gleichen Wert wie im Herbst 2023.
Energiekosten und China-Konkurrenz halten Industrie weiter unter Druck
Insbesondere in der Industrie hat sich die Geschäftslage laut IHK-Umfrage gegenüber dem Frühjahr nochmals verschlechtert. „Die Wettbewerbsfähigkeit der Industriebetriebe leidet unter den gestiegenen Energiekosten und verstärkt auch unter Konkurrenz insbesondere aus China“, berichtet die IHK Dresden. Angespannt bleibe – trotz stabiler Geschäftslage – die Lage auf dem Bau. „Die Auftragspolster der letzten Jahre sind abgearbeitet und insbesondere im Hochbau verstetigt sich die hartnäckige Nachfrageschwäche. Die stark rückläufigen Baugenehmigungen sind hier Symptom einer bundesweit herrschenden Bauflaute.“
Trotz Lohn-Plus verbessert sich Kauflaune kaum
Relativ gut sieht es noch im Dienstleistungssektor aus. Im Handel hingegen haben sich die Lageeinschätzungen verschlechtert. „Die Reallohnsteigerungen haben sich bisher nicht in gestiegener Kauflaune niedergeschlagen“, erklären die IHK-Auswerter. „Die überwiegende Mehrheit der Händler (96 Prozent) bezeichnet das Kaufverhalten der Kunden als zurückhaltend. Bei den Großhändlern, die in stärkerem Maße von der Industrie abhängig sind, sind es sogar 100 Prozent.“
80 % der Gastro-Betriebe schreiben keine Verluste
Besser sieht es in der Gastro-Branche aus. Der Lagesaldo im Gast- und Tourismusgewerbe ist demnach deutlich um elf auf aktuell 20 Punkte gestiegen. „Durch gute Geschäfte in den Sommermonaten haben sich Umsätze und Ertragslage merklich verbessert“, so die sächsischen IHKs. „Acht von 10 Betrieben arbeiten mit Gewinn oder zumindest kostendeckend. Die Erwartungen an Umsatz und Geschäftslage bleiben allerdings im Saldo beide negativ.“
Die konjunkturelle Lage schlage sich immer mehr auf dem Arbeitsmarkt nieder. So haben in den letzten Monaten 28 Prozent der Unternehmen Personal abgebaut. „Eine Abmilderung des Personalrückgangs ist aktuell nur im Gast-/Tourismusgewerbe, im Verkehr und im Bau zu beobachten.“
Quelle: IHK DD

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