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Industrieller Wandel jenseits der Metropolen braucht Pionierfähigkeiten

Textilmaschinenbau hat in Sachsen eine lange Tradition - hier ein Blick ins Sächsische Industriemuseum in Chemnitz. Foto: Heiko Weckbrodt

Wie gelingt die Transformation ganzer Industrien? Solche Prozesse haben Sachsen und Chemnitz – hier ein Blick ins Industriemuseum in Chemnitz – bereits mehrere durchgemacht. Foto: Heiko Weckbrodt

Institut für Länderkunde startet Projekt in Chemnitz und sieben weiteren Industrieregionen in Europa

Leipzig/Chemnitz, 1. Juli 2024. Vor allem jenseits der Großstädte wandeln sich Wirtschaft und Gesellschaft erheblich – durch Digitalisierung, demografischen Wandel, den internationalen Wettbewerb, hohe Energiepreise, Kohleausstieg und andere Trends ganz erheblich. Um diesen Transformationsprozess zu bewältigen, sind wiederum „weiche“ und überfachliche Fähigkeiten der Akteure vor Ort ganz wesentlich, betonen Forscher des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) in Leipzig.

Zukunftskompetenzen gefragt

Gefragt sind demnach Pionierfähigkeiten wie Aufgeschlossenheit oder unternehmerisches Denken, aber auch Kommunikation und Kreativität, Improvisation und exploratives Lernen. Wie das funktionieren kann, wollen das IfL und weitere Institute nun in acht ausgewählten Industrieregionen in Europa vorexerzieren, unter anderem im Raum Chemnitz. „Mit dem jetzt gestarteten Projekt wollen wir gemeinsam mit lokalen Partnern Wege entwickeln, wie die sogenannten Soft Skills oder Zukunftskompetenzen in den jeweiligen Regionen gestärkt und mit den vorhandenen Hard Skills verbunden werden können“, erklärt IfL-Forscherin Franziska Görmar.

Außer in Chemnitz sind ähnliche Pilotprojekte im Zuge des Verbundes „X-Inno Radar“ auch in Österreich, Tschechien, Italien, Slowenien, der Slowakei, Polen und Belgien geplant.

Autor: Oiger

Quelle: IfL

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt