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1,4 Millionen Menschen in Deutschland verschwunden

Grenze, Zuwanderung, Grafik: Dall-E / hw

Grafik: Dall-E / hw

Bevölkerung ist über Nacht drastisch geschrumpft – nachdem die Statistiker nachgezählt haben

Wiesbaden, 25. Juni 2024. Gut, wenn man ab und zu doch mal genau nachzählt: In Deutschland leben nur 82,7 Millionen Menschen und damit deutlich weniger als bislang gedacht. Das hat der jüngste Zensus des Statistischen Bundesamtes (Destatis) aus Wiesbaden ergeben. „Gegenüber der bisher gültigen Bevölkerungszahl aus der amtlichen Bevölkerungsfortschreibung lebten damit am Zensus-Stichtag in Deutschland rund 1,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner weniger als bislang angenommen“, räumt Destatis-Präsidentin Ruth Brand ein.

Offensichtlich sind weniger Flüchtlinge geblieben als gedacht

Wo dieses Millionenheer hin verschwunden ist, bleibt vorerst vage – wobei dabei vermutlich umhergeisternde Flüchtlinge eine Rolle spielen könnten. „Gründe hierfür sind vermutlich einerseits die Einflüsse von Fluchtbewegungen auf die melderechtliche Erfassung von ausländischen Einwohnerinnen und Einwohnern“, spekulieren die Bundesstatistiker. „So können Personen, die beim Zuzug nach Deutschland melderechtlich erfasst wurden, bereits wieder weggezogen sein, beispielsweise in ihre Herkunftsländer, ohne dass dies melderechtlich erfasst worden ist.“

Dies heißt dann wohl auch, dass weniger Menschen aus dem Ausland, die in Deutschland Asyl, Arbeit oder neue Perspektiven gesucht haben, tatsächlich auch langfristig hier geblieben sind. Gerade dieser Zuzug war es aber gewesen, der vor allem dafür verantwortlich dafür gewesen war, dass die Bevölkerung in Deutschland überhaupt gewachsen war. Von diesem angenommenen Wanderungsgewinn seit 2011 ist nach der Zählung nur noch ein Plus von 2,5 Millionen Menschen übrig geblieben.

Autor: hw

Quelle: Destatis

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt