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„Wir verwandeln ganze Städte in Abenteuerwelten“

Anton Ludewig und Marlon Würffel von Epic Escape zeigen den Spielekoffer und das Video, die die Spieler durch eines ihrer Stadträtsel führen.  Foto: Heiko Weckbrodt

Anton Ludewig und Marlon Würffel von Epic Escape zeigen den Spielekoffer und das Video, die die Spieler durch eines ihrer Stadträtsel führen. Foto: Heiko Weckbrodt

„Epic Escape“ aus Dresden schickt deutschlandweit Spieler in „Escape Rooms“ von urbaner Größe

Dresden, 10. Juni 2024. Die jungen Dresdner Spielemacher Anton Ludewig und Marlon Würffel verwandeln ganze Städte in Rätsel-Labyrinthe: In einer Kombination aus „Escape Room“-Spielprinzipien, digitalem Game und augmentierter Realität schicken sie unter dem Motto und Firmennamen „Epic Escape“ ganze Schulklassen und Firmenteams beispielsweise auf Zauberabenteuer oder Gangster-Jagd durch Dresden, Leipzig, Nürnberg, Hannover und weitere Städte.

„Haben von klein auf gern gerätselt

„Wir haben von klein auf gern gerätselt – von Schnitzeljagden im Wald bis hin zu hitzigen Debatten, ob die Geschichten von ,X-Factor: Das Unfassbare’ wahr sind. “, bekennen die „Epic Escape“-Gründer. Aus diesem Wunsch heraus sei im Jahr 2019 der Grundstein für „Epic Escape“ entstanden. Seitdem erfinden Anton Ludewig und Marlon Würffel immer neue Abenteuer für Rätselfreunde, gestalten dazu passende Ausrüstungskoffer, Videos und Software für das iPad, das die Abenteurer unterwegs begleitet.

Innenstadt wird für Kinder zum Zauberland

Im Kinder-Stadträtsel „Abrakadabra“ zum Beispiel hat sich das magische Mädchen Luna versehentlich in ein Tablet hineingezaubert und braucht nun die Hilfe der Kinder. Sie sollen im Laufe des Spieles in der Dresdner Altstadt wichtige Zutaten für einen Zaubertrank finden, den sie zum Schluss brauen, um Luna zurück in ihre Welt zu hexen. „Die Kinder, die da mitgemacht habe, waren begeistert“, erzählt das Gründer-Duo.

Andere Spiele wie etwa die Verbrecherjagd „Catch Cobra“, die ebenfalls durch die ganze Innenstadt führt, sind eher für Erwachsene gedacht. Im Fokus steht dabei für die Macher natürlich der Rätselspaß, aber sie denken dabei aber auch an Manager und Unternehmen, die den Teamgeist in ihrer Belegschaft spielerisch stärken wollen. Die Geschichten und Konzepte samt Ausrüstung nutzen sie teils für selbst organisierte Spiele oder lizensieren sie weiter an Veranstalter in anderen Städten. Die wiederum sind ebenfalls selbst Gastronomen oder gehen Partnerschaften mit Restaurants ein, in denen die Spieler am Ende landen. „Nach 90 Miniten Escape-Spiel sind die meisten hungrig“, wissen Ludewig und Würffel. Die Gastro-Partnerschaften sind letztlich Teil des Finanzierungskonzeptes für alle Beteiligten.

Bis zu 2000 Spieler pro Monat

Mittlerweile gibt es die „Epic Escape“-Spiele bereits an 16 Standorten in Deutschland und ziehen rund 1500 bis 2000 Rätsler monatlich in ihren Bann. Weitere Städte sollen folgen. Derweil tüfteln Anton Ludewig und Marlon Würffel weiter in der „Gründungsschmiede“ der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) an neuen Rätselspielen. „Wir werden damit nach und nach ganze Städte in komplexe Abenteuerwelten“, freuen sich die beiden passionierten Rätseler bereits diebisch.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: „Epic Escape“, Auskünfte Anton Ludewig und Marlon Würffel

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt