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Fachkräftemangel verschärft sich

Immer mehr Betriebe haben Probleme, offene Arbeitsplätze zu besetzen. Visualisierung: Dall-E

Immer mehr Betriebe haben Probleme, offene Arbeitsplätze zu besetzen. Visualisierung: Dall-E

Ifo-Umfrage: 43 Prozent können offene Stellen nicht adäquat besetzen

München, 25. August 2023. Der Fachkräftemangel in der deutschen Wirtschaft wächst: 43,1 Prozent der Unternehmen finden nicht genug qualifizierte Arbeiter, Ingenieure oder Ingenieure, um ihre offenen Stellen zu besetzen. Im April lag diese Quote bei 42,2 Prozent. Das geht aus Umfragen des Ifo-Wirtschaftsforschungsinstituts „Ifo“ aus München hervor.

Viele suchen händeringend nach guten Leuten

„Trotz schwächelnder Konjunktur sind viele Unternehmen weiterhin händeringend auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitenden“, berichtet ifo-Experte Stefan Sauer. Besonders stark betroffen sei der Dienstleistungssektor.

So hadern beispielsweise 75,3 Prozent der Steuer- und Rechtberater mit Fachkräfte-Engpässen, in den Verkehrsunternehmen und Ingenieurbüros sind es zwei Drittel. Etwas besser steht die Industrie da, dort hat sich der Anteil der Betriebe mit Arbeitskräfte-Problemen auf 34,6 Prozent verringert.

Debatte nimmt auch im „Silicon Saxony“ Fahrt auf

Auch in Sachsen nimmt die Debatte, wie der Fachkräftemangel trotz des demografischen Wandels zu lindern ist, an Fahrt auf – besonders seitdem TSMC verkündet hat, eine große Chipfabrik in Dresden zu bauen. Denn schon länger ist klar, dass das Wachstum des Hochtechnologie-Kerns in Sachsen durch Fachkräfte-Engpässe abgewürgt werden könnte. Neben Zuwanderung gelten mehr Ausbildung, Digitalisierung und Automatisierung als wichtige Ansätze, um diese Probleme zu lösen.

Quelle: Ifo

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt