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Handwerker fordern mehr staatliche Investitionen und rasche Hilfen

Viele Handwerksbetriebe haben angesichts voller Auftragsbücher Probleme, neue Kapazitäten aufzubauen: Es fehlen Meister, Gesellen und andere Fachkräfte, während Ungelernte kaum noch gefragt sind. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Kammerpräsident: „Ich vermisse die gebotene Eile“

Dresden, 30. Dezember 2022. Mehr Hilfen sowie staatliche Investitionen, die auch Handwerkern Aufträge und Arbeit bescheren, hat die Handwerkskammer (HWK) Dresden für das Jahr 2023 von Bund und Freistaat gefordert. „Ich vermisse weiterhin die gebotene Eile, um die Leistungsfähigkeit des ostsächsischen Handwerks zu erhalten“, kritisierte Kammerpräsident Jörg Dittrich. Die beschlossenen Härtefallhilfen müssten die Unternehmen auch rasch erreichen, damit „die Liquidität gesichert bleibt“.

Hintergrund sind die Energiepreis-Krise, die hohe Inflation, die schwächelnde Gesamtkonjunktur, gestiegene Materialpreise und die sich anbahnende Wohnungsbau-Flaute. Diese und weitere Faktoren sorgen dafür, dass beispielsweise Privatkunden weniger in handwerkliche Leistungen investieren und Bauherren ihre Hausprojekte stoppen. In der Folge war schon im Herbst das Geschäftsklima im ostsächsischen Handwerk abgesackt – vor allem in den konsumenten-nahen Gewerken bis hin zu den Kfz-Werkstätten.

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, im November 2015. Foto: André Wirsig, Handwerkskammer Dresden

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, im November 2015. Foto: André Wirsig, Handwerkskammer Dresden

Derweil fordert Dietrich staatliche Eingriffe wie bei der Gas- und Strompreisbremse auch bei den Preisen für Öl und Feuerholz: „Reichlich ein Drittel der Handwerksbetriebe sind auf Heizöl und Holzpellets als Energieträger angewiesen“, betonte Dachdecker-Meister Dietrich. „Preisexplosionen machen auch hier keinen Halt, deshalb braucht es eine Abfederung.“

Autor: hw

Quelle: HWK Dresden