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Nasa: Russland gefährdet durch Waffeneinsatz Raumstation ISS

Die internationale Raumstation ISS. Foto: Nasa
Die internationale Raumstation ISS. Foto: Nasa

Moskau hat angeblich mit einer Anti-Sat-Waffe Trümmerfeld im Orbit erzeugt

Erdorbit, 16. November 2021. Russland hat anscheinend eine Anti-Satelliten-Waffe im Erdorbit eingesetzt und damit die internationale Raumstation ISS gefährdet. Das hat zumindest Nasa-Administrator Bill Nelson so eingeschätzt und die Regierung in Moskau scharf kritisiert: Es sei unglaublich, „dass Russland nicht nur die amerikanischen und internationalen Partnerastronauten auf der ISS, sondern auch ihre eigenen Kosmonauten gefährden würde. Ihre Aktionen sind rücksichtslos und gefährlich, bedrohen auch die chinesische Raumstation und die Taikonauten an Bord“.

Astronauten mussten zeitweise in Raumschiff wechseln

Laut der US-Raumfahrtbehörde hatte Russland am Montag (nach Moskauer Zeit) eine Anti-Satelliten-Waffe eingesetzt. Dabei seien Trümmer entstanden, die die ISS gefährden könnten. Daraufhin hatte das Kontrollzentrum die Astro- und Kosmonauten auf der ISS geweckt und angewiesen, die Luken zu den Radialmodulen auf der Station zu schließen. Außerdem mussten die Besatzungsmitglieder für zwei Stunden vorsichtshalber in ihr angedocktes Raumfahrzeug wechseln. Anscheinend sollte so eine Notevakuierung für den Fall vorbereitet, dass Trümmer die Raumstation treffen würden.

Laut dem Satellitendaten-Unternehmen Seradata hat Moskau womöglich denn alten sowjetischen Satellit „Cosmos 1408“ zerstört, wie „tagesschau.de“ berichtet. Allerdings liegt bisher dazu keine Stellungnahme von russischer Seite vor.

Autor: hw

Quellen: Nasa, tagesschau.de

 

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger