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10-Jährige gewinnt mit Knete-Trickfilm MB21-Preis

Alisa aus Dresden hat mit ihrem Stop-Motion-Kurzfilm "Die Rettung" einen MB21-Preis gewonnen. Bildschirmfoto (hw) aus der Laudatio auf Youtube

Alisa aus Dresden hat mit ihrem Stop-Motion-Kurzfilm „Die Rettung“ einen MB21-Preis gewonnen. Bildschirmfoto (hw) aus der Laudatio auf Youtube

Jury zeichnet insgesamt 14 junge Akteure und Teams aus

Dresden, 15. November 2021. Eine Zehnjährige hat mit einem Knete-Trickfilm über die Rettung eines Ertrinkenden die Jury des Jugend-Multimedia-Preises „MB21“ schwer beeindruckt: „Jedes einzelne Bild verlangt viel Geduld und Aufmerksamkeit“, heißt es in der Laudatio. „Unter professioneller Anleitung hat sich die zehnjährige Alisa ganz allein an diese Aufgabe gemacht. Entstanden ist ein liebevoll gestalteter Kurzfilm über eine ungewöhnliche Rettungsaktion.“ Dafür gewann die junge Dresdnerin nun einen der diesjährigen MB21-Preise, der mit 500 Euro dotiert ist.

Prämierter Kurzfilm
"Die Rettung":

Sechs Monate für 78 Sekunden

Immerhin sechs Monate hat Alisa an diesem nur 78 Sekunden langen, aber sehr professionell wirkenden Animationsfilm in Stop-Motion-Technik gearbeitet. Der 79-jährige Altmeister Rolf Birn hat ihr dabei geholfen. In dem Kurzfilm, der auch einen schön animierten Vor- und Abspann hat, gerät eine Knete-Figur beim Schwimmen in Not, wird aber von einem hilfsbereiten Rettungsring gerettet.

Bildschirmfoto (hw): aus dem prämierten Kurzfilm "Die Rettung" von Alisa Nesina.

Bildschirmfoto (hw): aus dem prämierten Kurzfilm „Die Rettung“ von Alisa Nesina.

Coronawalk und Krabben-Spiel

Unter den weiteren Preisträgern ist auch der 22-jährige Johann Lucas Lesselt aus Chemnitz. Mit der quelloffenen Software „Blender“ entwickelte er das 3D-Spiel „Coronawalk“, das sich mit ironischen Untertönen mit dem Alltag in der Pandemie beschäftigt.

Projektvideo "Coronawalk":

Ebenfalls eine Spielewelt hat die 15-jährige Preisträgerin Anna Lindemann aus Hamburg mit dem Editor „Bloxels“ erschaffen. In ihrem Jump-and-Run-Titel „It’s crab!“ steuert der Spieler eine Krabbe durch Unterwasser-Labyrinthe – hier lässt es sich im Browser spielen.

Preise mit insgesamt 11.000 Euro dotiert

Weitere MB21-Gewinner sind hier im Netz vorgestellt. Insgesamt hatte die Jury in diesem Wettbewerbsjahr Preise im Gesamtwert von 11.000 Euro an 14 junge Akteure und Teams aus ganz Deutschland vergeben. Wegen Corona fand das zugehörige Medienfestival, das am Sonntag endete, nur online statt.

MB21 entstand vor 23 Jahren als zunächst lokaler Jugend-Multimediawettbewerb, ist seitdem aber zu einem bundesweiten Kontest gewachsen. Wenn nicht gerade Corona tobt, verleiht die Jury die MB21-Preise bei einem mehrtägigen Festival in Dresden.

Autor: hw

Quelle: MB21