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Die meisten Berufstätigen sind auch über Weihnachten dienstlich erreichbar

Die meisten Berufstätigen sind auch zu Weihnachten dienstlich erreichbar. Die Erreichbarkeits-Quote ist unter Heimarbeitern besonders hoch. Foto: Heiko Weckbrodt

Die meisten Berufstätigen sind auch zu Weihnachten dienstlich erreichbar. Die Erreichbarkeits-Quote ist unter Heimarbeitern besonders hoch. Foto: Heiko Weckbrodt

Quote der „Immer-Erreichbaren“ ist im Corona-Jahr gesunken

Berlin, 24. Dezember 2020. 61 Prozent der Berufstätigen in Deutschland sind über Weihnachten für den Chef zu erreichen – sei es telefonisch, per E-Mail oder auf anderen Wegen. Damit hat sich der Anteil der „Immerdienstlichen“ im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozentpunkte verringert: Zu Weihnachten 2019 waren noch 71 Prozent beruflich erreichbar. Das haben Umfragen des deutschen Digitalwirtschaftsverbandes „Bitkom“ aus Berlin ergeben.

Heimarbeiter neigen eher dazu, Weihnachten auf dienstliche E-Mails und Anrufe zu reagieren. Abb.: Bitkom

Heimarbeiter neigen eher dazu, Weihnachten auf dienstliche E-Mails und Anrufe zu reagieren. Abb.: Bitkom

Heimarbeiter neigen eher dazu, für den Chef ans Telefon zu gehen

Womöglich hängen die neuen Befunde indirekt mit Corona zusammen: Ausgangssperren, Ausnahmezustand und „Home Office“ haben womöglich bei einigen doch zu einer stärkeren Trennung von Beruf und Familie geführt, während für andere beides noch enger verschmolzen ist. Bemerkenswerterweise sind Menschen, die ganz oder teilweise in Heimarbeit tätig sind, zu 71 Prozent dienstlich während des Weihnachtsurlaubs erreichbar. Unter Berufstätigen, die nicht im Homeoffice arbeiten, sind es nur 48 Prozent.

Bitkom: Freie Zeit sollte ungestört für Erholung, Familie und Freunde und da sein

„Eine Bereitschaft zur Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit ist überall dort besonders hoch, wo Arbeitnehmer Vertrauensarbeitszeiten, Flexibilität und flache Hierarchien genießen – und wo es digitalisierte Arbeitsprozesse und -umgebungen gibt“, kommentierte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder die Umfrageergebnisse. „Das ist bei Berufen, die sich für das Homeoffice eignen, eher der Fall als bei Berufen, die eine Präsenz vor Ort erfordern.“ Es sei allerdings grundsätzlich wichtig, dass freie Zeit möglichst ungestört zur Erholung und für Familie und Freunde genutzt werden kann. „Unternehmen sollten darauf achten, gut funktionierende Vertretungslösungen zu etablieren.“

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: Bitkom, Oiger-Archiv

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