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Zerspaner entwickelt im Erzgebirge Hochleistungsfräse

Kolja Trautvetter von der Firma Trako aus Aue vor seiner Hochleistungsmaschine. Foto: Regionalmanagement Erzgebirge (Pressefoto PM)

Kolja Trautvetter von der Firma Trako aus Aue vor seiner Hochleistungsmaschine. Foto: Regionalmanagement Erzgebirge (Pressefoto PM)

Junges Unternehmen „Trako“ in Aue macht mit Innovation von sich reden

Aue, 6. Dezember 2020. Dass auch ganz kleine und junge Unternehmen wichtige Innovationen für eine solch kapitalintensive Branche wie den Werkzeugbau hervorbringen können, hat der Zerspaner Kolja Trautvetter im Erzgebirge bewiesen: Mit der „Trako-Mill“ entwickelte er einen neuartigen Hochleistungs-Fräser, der dreimal so leistungsstark ist wie bisherige Maschinen dieser Art. Das geht aus einer Mitteilung der „Wirtschaftsförderung Erzgebirge“ (WFE) hervor.

Vom Angestellten zum Unternehmer

Kolja Trautvetter hatte Zerspaner gelernt und mehrere Jahre als Werkzeugschleifer und Konturentwickler bei den „Gebrüder Leonhardt Blema Kircheis“ gearbeitet. Dort hatte er auch mit der „Westsächsischen Hochschule Zwickau“ zu tun und in einem Labor diverse Leistungsvergleichstests für Werkzeuge von weltweiten Herstellern sowie eine Projekt zur speziellen Geometrie von Gasturbinenschaufeln verfolgt. Da sei ihm die Idee gekommen, in Kooperation mit der Hochschule einen völlig neuartigen Hochleistungsfräser zu entwickeln, der schließlich im Vergleich zu Referenzwerkzeugen eine Leistungssteigerung von 233 Prozent aufwies, berichtet die WFE. „Der Markt in dem Bereich bewegte sich zu dem Zeitpunkt kaum mehr“, erklärt Trautvetter.

2017 bekam er für die neue Fräse ein Patent, 2019 machte er sich gemeinsam mit seiner Stieftochter selbstständig und firmiert seitdem als „Trako Werkzeuge“ in einer Miet-Fabrikhalle in Aue. Seine Trako betätigt sich als Werkzeugschleiferei, stellt Konturenwerkzeuge für Kunden her – und entwickelt eben auch neue Maschinen wie die Hochleistungsfräse. Weitere Innovationen sollen folgen.

Autor: hw

Quelle: WFE, Trako