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Handwerker warnen vor Schul- und Kitaschließungen wegen Corona

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, im November 2015. Foto: André Wirsig, Handwerkskammer Dresden

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, im November 2015. Foto: André Wirsig, Handwerkskammer Dresden

Kammerpräsident: „Das alles macht die Wirtschaft kaputt“

Dresden, 13. November 2020. Mit Blick auf die jüngsten Diskussionen um eine weitere Verschärfung des Ausnahmezustands, um Corona in den Griff zu bekommen, hat die Handwerkskammer Dresden vor Kita- und Schulschließungen zur Pandemie-Bekämpfung gewarnt: Dies käme einem erneuten Herunterfahren der Wirtschaft nahezu gleich.

Wenn Eltern sich um Kinder kümmern, können sie nicht zur Arbeit gehen

„Sollten flächendeckend Schulen und Kindertagesstätten geschlossen werden sowie Behörden ihre Erreichbarkeit und Arbeitsfähigkeit signifikant einschränken, hätte dies für die Wirtschaft fatale Folgen“, betonte Kammerpräsident Jörg Dittrich. „Wenn zahlreiche Eltern nicht mehr zur Arbeit gehen können, weil sie sich zu Hause um ihre Kinder kümmern müssen, wird dies die Betriebe vor kaum lösbare Probleme stellen. Ebenso kritisch für die Unternehmen wäre es, wenn Verwaltungen für die Bearbeitung von Anträgen und Genehmigungen signifikant länger brauchen oder diese gar nicht mehr annehmen würden. Das alles wären Horror-Szenarien für die Unternehmen, die es unbedingt zu vermeiden gilt. Das alles macht die Wirtschaft kaputt.“

Es sei unbestritten, so Dittrich, dass die Politiker wegen der weiter steigenden Infektionszahlen handeln müssen. „Doch müssen Augenmaß gewahrt bleiben und zunächst alle Alternativen ausgeschöpft werden.“

Autor: hw

Quelle: HWK Dresden