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Virtuelle Kipper simulieren vernetzten Tagebau

Kabinensimulator als virtueller Kipper unterwegs zur Beladestelle. Foto: TU Bergakademie Freiberg

Kabinensimulator als virtueller Kipper unterwegs zur Beladestelle. Foto: TU Bergakademie Freiberg

Uni Freiberg testet mit neuem Kabinen-Simulator neue Arbeitsmaschinen

Freiberg, 21. August 2020. Freiberger Geowissenschaftler erproben mit virtuellen Lastkraftwagen, Baggern und anderen Fahrzeugen die vernetzte Arbeitswelt in den Tagebauen und auf den Baustellen von morgen. Die Ingenieure der Bergakademie Freiberg haben sich dafür bewegliche, vernetzbare und mit Sensoren geprickte Kabinensimulatoren angeschafft. Das hat die TU-Bergakademie Freiberg mitgeteilt.

Finnische Kabine simuliert Fahrbewegungen

Finnische Spezialisten haben den Simulator für das „Digital Mining Labs“ der Uni gebaut. Sie haben den virtuellen Führerstand auf eine Plattform mit zwei Elektrozylindern montiert, die die Bewegung und das Verhalten des Gerätes real simulieren und über vier Monitore den Einsatz auf der Baustelle projizieren. Per Knopfdruck simuliert das System Schwerlastkraftwagen, Hydraulikbagger oder andere Fahrzeuge, die im Bergbau über und unter Tage gebraucht werden. Die Nutzer können aber auch Computermodelle („Digitale Zwillinge“) von ganz anderen Vehikeln einspeisen. Sensoren sammeln dann in der Praxisbetrieb-Simulation Daten über den Kraftstoffverbrauch, das Beladetempo und andere Informationen.

Vernetze Simulatoren: ein Bediener, zwei Maschinen. Foto: TU Bergakademie Freiberg

Vernetze Simulatoren: ein Bediener, zwei Maschinen. Foto: TU Bergakademie Freiberg

Vernetzung auch mit Simulatoren in anderen Unis möglich

Außerdem lassen sich auch mehrere Simulatoren verknüpfen, selbst wenn die in einem anderen Raum oder gar in einer anderen Stadt stehen. So können die Wissenschaftler beispielsweise die vernetzte Produktion oder die Bedienung mehrerer Maschinen durch einen Menschen erproben.

Bergbau-Professor erhofft sich Schub für Forschung und Lehre

„Mit der sogenannten Multimachine-Environment-Option verstärken wir die digitale Kompetenz unserer Universität und ermöglichen es, die Lehre und Forschung noch effektiver und mit modernsten Technologien digital zu unterstützen“, erklärte Bergbau-Professor Carsten Drebenstedt.

Autor: hw

Quelle: TU Freiberg