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Institut rechnet nach Corona-Schock mit schrumpfender Wirtschaft

Forscher am US-Seuchenkontrollzentrum CDC haben dieses 3D-Modell des neuen Corona-Virus (2019nCoV) entworfen, das eine schwere Lungenkrankheit auslösen kann. Die Angst vor dem Krankheitserreger lähmt mittlerweile weltweit das öffentliche Leben, die Wirtschaft, den Tourismus, selbst die Forschung in vielen Ländern. Illustration: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS, Lizenz: Public Domain, https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312 / Wikipedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-nCoV-CDC-23312.png

Forscher am US-Seuchenkontrollzentrum CDC haben dieses 3D-Modell des neuen Corona-Virus (2019nCoV) entworfen, das eine schwere Lungenkrankheit auslösen kann. Die Angst vor dem Krankheitserreger lähmt mittlerweile weltweit das öffentliche Leben, die Wirtschaft, den Tourismus, selbst die Forschung in vielen Ländern. Illustration: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS, Lizenz: Public Domain, https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312 / Wikipedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-nCoV-CDC-23312.png

Die meisten deutschen Unternehmen spüren bereits Auswirkungen

Kiel/München, 12. März 2020. Weil die Corona-Pandemie einen regelrechten Schock in der Weltwirtschaft ausgelöst und andere Abschwung-Faktoren verstärkt, rechnet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) aus Kiel dieses Jahr mit einem „harten Konjunktureinbruch, gefolgt von einer starken Gegenbewegung“. Die deutsche Wirtschaft wird laut IfW-Prognose in diesem Jahr um 0,1 Prozent schrumpfen, dafür aber 2021 wieder um 2,3 Prozent wachsen.

„Rezession im Zeitraffer“

Die Auswirkungen des Corona-Virus werden Deutschland demnach „über einen Prozentpunkt an Wirtschaftsleistung in diesem Jahr“ kosten, schätzte IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths ein. Zu erwarten sei eine „Rezession im Zeitraffer“. Als Abschwung-Faktoren gelten neben Corona auch die jüngsten Ölpreis-Turbulenzen, die ohnehin längst überfälligen Korrekturen der überhöhten Börsenkurse, die Langzeitfolgen von Handelskriegen und Brexit – zudem war ein Konjunktureinbruch schon lange erwartet worden.

Umfrage: Über die Hälfte der deutschen Unternehmen spüren bereits Corona-Folgen

Derweil spüren die meisten deutschen Unternehmen die Auswirkungen der Corona-Krankheit und der ergriffenen Gegenmaßnahmen laut einer Ifo-Umfrage bereits deutlich. In einer Umfrage des in München ansässigen Wirtschaftsforschungs-Instituts berichteten 56,2 Prozent der rund 3400 interviewten Unternehmen über negative Auswirkungen. „Am schlimmsten ist die Lage bei den Reiseveranstaltern und Reisebüros, wo fast 96 Prozent negativ betroffen sind“, berichten die Ifo-Volkswirte. „Auch das Gastgewerbe mit 79 Prozent ist stark betroffen.“

Zu den negativen Faktoren gehören hier zum Beispiel ausfallende Lieferungen aus China, eingebrochene Absatzmärkte, gestrichene Dienstreisen, stornierte Hotelbuchungen, Kongressabsagen und generell sinkende Nachfrage für Taxi-Genossenschaften, Restaurants und andere tourismusabhängige Unternehmungen.

Autor: hw

Quellen: IfW Kiel, Ifo München