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Angewandte Forschung bei Deutschen hoch im Kurs

Zecke unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt

Foto: Heiko Weckbrodt

Umfrage der Zuse-Gemeinschaft: 91 % halten Förderung dieser Forschung für wichtig

Berlin, 31. Dezember 2019. Die anwendungsnahe Forschung finanziell zu fördern, halten 91 Prozent der Deutschen für wichtig oder sehr wichtig. Das hat eine Telefonumfrage unter 1004 Erwachsenen im Auftrag der Zuse-Forschungsgemeinschaft aus Berlin ergeben.

Eine große Mehrheit der Deutschen ist dafür, anwendungsnahe Forschung zu fördern, hat eine Telefonumfrage des Marktforschungs-Unternehmens Kantar für die Zuse-Gemeinschaft ergeben. Grafik: Zuse-Gemeinschaft

Eine große Mehrheit der Deutschen ist dafür, anwendungsnahe Forschung zu fördern, hat eine Telefonumfrage des Marktforschungs-Unternehmens Kantar für die Zuse-Gemeinschaft ergeben. Grafik: Zuse-Gemeinschaft

Zuse-Geschäftsführerin: Hoher Stellenwert spiegelt sich noch nicht in Prioritäten des Bundes wider

„Das starke Votum für die anwendungsnahen und wirtschaftsrelevanten Aspekte der Forschung zeigt: Die Menschen wissen, wie wichtig die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis ist“, kommentierte Zuse-Geschäftsführerin Annette Treffkorn die Befunde. „Leider spiegelt sich der Stellenwert, den die Menschen der angewandten Forschung beimessen, noch nicht genügend in den Prioritäten des Bundes wider. So ist die starke Steigerung der Forschungsausgaben im Bundeshaushalt bislang an den am Forschungstransfer ausgerichteten Instituten der Industrieforschung leider vorbeigegangen.“

Über die Zuse-Gemeinschaft

Die Zuse-Gemeinschaft ist nach dem deutschen Computer-Pionier Konrad Zuse benannt. In ihr haben sich über 70 private und gemeinnützige Forschungsinstitute in Deutschland lose zusammengeschlossen, die nicht unmittelbar zu den Universitäten oder den großen Forschungsorganisationen wie Fraunhofer, Max Planck, Leibniz oder Helmholtz gehören. In Sachsen hat die Zusegemeinschaft 18 Mitgliedsinstitute. Dazu gehören beispielsweise das Institut für Musikinstrumentenbau (IfM) aus Klingenthal, das Institut für Luft- und Kältetechnik (ILK) Dresden, das Institut für Holztechnologie (IHD) Dresden und das Sächsische Textilforschungsinstitut (STFI) Chemnitz. Viele der ostdeutschen Zuse-Institute sind aus DDR-Forschungseinrichtungen hervorgegangen.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Zuse-Gemeinschaft, Oiger-Archiv