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Mit Haptik-Handschuhen virtuelle Welten ertasten

Haptische Handschuhe von Bebop Sensors für virtuelle Welten. Foto: Bebop Sensors

Haptische Handschuhe von Bebop Sensors für virtuelle Welten. Foto: Bebop Sensors

Bebop stellt zur Messe CES 2020 Fühl-Handschuhe für VR-Datenbrillen vor

Berkeley, 1. Januar 2020. Damit virtuelle Welten intuitiver erlebbar werden, hat das kalifornische Unternehmen „Bebop Sensors“ aus Berkeley einen haptischen Handschuh entwickelt. Kombiniert mit einer Datenbrille kann der Nutzer damit Gegenstände in virtuellen Realitäten (VR) scheinbar fühlen. Bebop will diesen Handschuh zur Konsumelektronikmesse „CES 2020“ ab 7. Januar 20209 in Las Vegas vorführen.

Integrierte Sensoren und Aktuatoren koppeln reale und virtuelle Umgebung

Der „Forte Data Glove“ soll beispielsweise die Datenbrillen von Oculus, HTC und Microsoft unterstützen. In die Fingerspitzen, Daumen und Handfläche hat Bebop Druckgeber eingebaut. Diese Aktuatoren vermitteln dem Träger an Hand und Fingern ein „Anfass-Gefühl“, wenn er oder sie in einer computergenerierten Umgebung, die er oder sie durch eine Datenbrille sieht, Gegenstände berührt. Das können Schaltknöpfe, Drehregler, Türen und andere Objekte sein. Durch eingewebte und aufgesetzte Beschleunigungsmesser, Kreiselkompasse und Magnetfeld-Sensoren gleicht der Handschuh die Hand- und Fingerbewegungen des Nutzers in der realen und der virtuellen Welt aufeinander ab. Integriert sind außerdem ein Steuerprozessor auf Basis des “Arm Cortex M0” sowie Batterien und USB-C-Anschlüsse.

Zunächst vor allem für Schulungen und Wartung gedacht

Bebop nennt zwar noch keine Preise, der Handschuh dürfte aber nicht ganz billig sein. Daher sieht das Unternehmen als Kernzielgruppe dafür auch nicht unbedingt den normalen Computerspieler, sondern zum Beispiel Betriebe, die ihre Mitarbeiter in VR-Welten schulen oder Wartungstechniker damit ausrüsten wollen.

Die Datenbrille und die Kugel gaukeln Laborleiter Konrad Henkel von der TUD-Professur für Mikrosystemtechnik vor, er könne den Planeten Erde umfassen. Zu sehen war dieser Demonstrator beim FAST-Clustertreffen in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Datenbrille und die Kugel gaukeln Laborleiter Konrad Henkel von der TUD-Professur für Mikrosystemtechnik vor, er könne den Planeten Erde umfassen. Zu sehen war dieser Demonstrator beim FAST-Clustertreffen in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden arbeitet auch an erfühlbaren VR-Welten

Auch andere Firmen und Institutionen arbeiten daran, computergenerierte Welten über die Sicht durch Datenbrillen hinaus mit allen Sinnen erlebbar zu machen. Die TU Dresden setzt dabei beispielsweise auf eine Greifkugel.

Autor: hw

Quelle: Bebop, Oiger-Archiv