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Neues Infineon-Entwicklungszentrum in Dresden wächst

Uwe Gäbler leitet bei Infineon Dresden das neue entwicklungszentrum für KI und Automobilelektronik. Foto: Heiko Weckbrodt

Uwe Gäbler leitet bei Infineon Dresden das neue Entwicklungszentrum für KI und Automobilelektronik. Dieses “Development Center” (DC) befindet sich in dem Gebäude, das auf dem Luftbild im Hintergrund ganz rechts zu sehen ist.  Foto: Heiko Weckbrodt

Chef Uwe Gäbler hat KI, Autoelektronik und Chipdesign im Fokus

Dresden, 29. November 2019. Im neuen Infineon-Entwicklungszentrum in Dresden Infineon wollen sich die Ingenieure und Wissenschaftler nicht nur auf neue Automobilelektronik und Chipdesign konzentrieren, sondern auch auf dezentrale „Künstliche Intelligenz“ (KI) für Sensorchips und andere digitale Systeme. Das hat deren Chef Uwe Gäbler angekündigt. „Da geht es zum Beispiel um die Objekterkennung per Radar“, erklärte er.

Halbleiterkonzern komplettiert Wertschöpfungskette am Standort

Der bayrische Halbleiterkonzern Infineon hatte das neue Zentrum 2018 in ehemaligen Qimonda-Büros neben seinen Dresdner Chipfabrik-Modulen eingerichtet. Die Ingenieure sollen hier zum Beispiel zukunftsweisende Lösungen für hochautomatische Fahrerassistenzsysteme und Roboterautos entwickeln. Das in der sächsischen Landeshauptstadt geknüpfte komplexe Netzwerk aus Forschung, Mikroelektronik und anderen Hochtechnologie-Branchen habe „bei dieser Ansiedlungsentscheidung eine wichtige Rolle gespielt“, betonte Gäbler. „Mit diesem Zentrum komplettiert Infineon die Wertschöpfungskette hier am Standort, denn nun gibt es hier auch eine Produktentwicklung.“

Langfristig sollen rund 250 Produktentwickler an Bord kommen

Gäbler hatte früher im Dresdner Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS gearbeitet und war danach Innovationsmanager für die Dresdner Infineon-Werke. Er hat inzwischen 34 Experten für das neue Entwicklungszentrum gewonnen. Langfristig soll die Belegschaft auf 250 Ingenieure und Forscher wachsen. Insgesamt beschäftigt Infineon in Dresden derzeit rund 2700 Mitarbeiter.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: Vor-Ort-Recherche, Infineon