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Rechenzentrum neuen Typs aus Dresden weltweit gefragt

In den Computer-Containern von "Cloud & Heat" Dresden sind CRechentechnik. Kühlung udn Überwachungssysteme schlüsselfertig vorbereitet. mit Foto: Cloud & Heat
In den Computer-Containern von „Cloud & Heat“ Dresden sind Rechentechnik, Kühlung und Überwachungssysteme schlüsselfertig vorbereitet. mit Foto: Cloud & Heat

Investoren geben zehn Millionen Euro für „Cloud & Heat“

Dresden, 10. September 2018. „Cloud & Heat“ Dresden bekommt eine weitere Kapitalspritze: Beteiligungsgesellschaften „ETF Partners“ (ETF) aus London und „Inven Capital“ aus Tschechien investieren zusammen zehn Millionen Euro in das wachsende Rechenzentrum-Unternehmen. Das teilten die drei Unternehmen heute gemeinsam mit. Mit dem Geld will „Cloud & Heat“ seine internationale Expansion des Unternehmens in Asien und den USA sowie die Technologie-Weiterentwicklung im Hause finanzieren.

Mobile Rechenzentren fungieren als Heizkraftwerk

„Cloud & Heat“ entwickelt mobile Rechenzentren, die in Containerbauweise schnell an nahezu jedem Ort der Welt aufgestellt werden können und als Besonderheit ihre eigene Abwärme abgeben können, um zum Beispiel benachbartes Bürokomplexe zu beheizen. Da durch den Trends hin zur Verlagerung von Rechenleistungen in die Internetwolke (Cloud) der Bedarf an solchen Computerkapazitäten wächst, deren Abwärme und Kühlkosten andererseits wachsende Probleme verursacht, sieht das „Cloud & Heat“-Team gute Marktchancen für ihre Technologie.

Aufträge aus Europa und Asien

„In diesem Jahr hat das Unternehmen den Umsatz im Vergleich zum Gesamtjahr 2017 um das mehr als Vierfache gesteigert“, teilte Cloud & Heat mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Bereits mehr als 1000 „Cloud & Heat“-Server seien weltweit im Einsatz. „Insbesondere die Nachfrage nach mobilen Container-Rechenzentren hat in den letzten 12 Monaten rapide zugenommen, wobei die Aufträge vor allem aus Europa und Asien stammen.“

„Künstliche Intelligenz, Blockchain, IoT und andere rechenintensive Anwendungen erfordern eine Abkehr von traditionellen Rechenzentrumslösungen“, begründete EFT-Partner Arne Morteani die Investition in das Dresdner Unternehmen. „Das Team von Cloud & Heat hat dies frühzeitig erkannt und eine grüne, skalierbare und sichere Lösung entwickelt, die weltweit auf große Nachfrage stößt.“

„Cloud & Heat“ hat seine Wurzeln in der TU Dresden, wurde 2011 gegründet und hat inzwischen rund 80 Mitarbeiter. Das Hauptquartier und Entwicklungszentrum befindet sich in Dresden. Die Rechenzentrums-Container werden bei einem Auftragsfertiger in Tschechien gefertigt.

Autor: hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger