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Bankier und Dresdner TU-Ehrensenator Henry Arnhold gestorben

Henry Arnhold. Foto. TU Dresden

Henry Arnhold. Foto. TU Dresden

Uni-Rektor Müller-Steinhagen kondoliert

New York/Dresden, 24. August 2018. Der Bankier Henry Arnhold ist gestern in New York gestorben. Der Mäzen und Ehrensenator der TU Dresden wurde 96 Jahre alt. „Henry Arnhold hat uns immer wieder tief beeindruckt mit seiner Weisheit, seinem Engagement, seinem großen Herzen, seiner Fröhlichkeit und vor allem seinem Verzeihen-Können“, kondolierte TUD-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen. „Im Namen aller Angehörigen der TU Dresden spreche ich seiner Familie und seinen Freunden unser tief empfundenes Beileid aus.“

Bankierfamilie Arnhold hinterließ tiefe Spuren in Dresden

Die Bankierfamilie Arnhold hat ihre Wurzeln in Dresden und hat dort tiefe Spuren hinterlassen. Auf sie geht das Arnhold-Bad zurück, auch unterhielt sie in der sächsischen Hauptstadt einen renommierten Wissenschafts- und Kultursalon und förderte viele gemeinnützige Projekte in Dresden. Die jüdische Familie floh während der Nazi-Zeit in die USA.

Bei den Arnholds gingen führende Wissenschaftler und Künstler jener Zeit ein und aus. Auch mit Albert Einstein war die Familie bekannt. Repro: Heiko Weckbrodt, aus: A Letter Without Words

Bei den Arnholds gingen führende Wissenschaftler und Künstler jener Zeit ein und aus. Auch mit Albert Einstein war die Familie bekannt. Repro: Heiko Weckbrodt, aus: A Letter Without Words

Henry Arnhold wurde als Heinrich-Hartmut Arnhold am 15. September 1921 in Dresden geboren. Er verbrachte hier seine Kindheit. Nach der politischen Wende 1989 engagierte er sich wieder in seiner Heimatstadt. Er unterstützte insbesondere die TU Dresden und richtete Sommerschulen und einen Studenten-Austausch mit den USA ein.

hw

Zum Weiterlesen:

Doku-Film über die Arnholds: Einstein scherzt, Hitler schreit