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Hilfe für forschende Mütter in Dresden

Dr. Anne Wuttke vom Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden. Foto. Peter Böttcher/ L’Oréal

Dr. Anne Wuttke vom Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden. Foto. Peter Böttcher/ L’Oréal

Planck-Biologinnen bekommen Geld, um Wissenschaft und Familien unter einen Hut zu bekommen

Dresden, 4. Juni 2018. Damit sie biologische Forschung und Familie besser miteinander vereinbaren können, bekommen zwei Wissenschaftlerinnen und Mütter am Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) Dresden nun Sonder-Stipendien im Wert von insgesamt 20 000 Euro. Das Geld aus dem „For Woman in Science“-Programm fließt an die Leber-Zellforscherin Dr. Anne Wuttke sowie an die Nachwuchswissenschaftlerin Elisa Maria Rieckhoff, die sich auf die Zellstrukturen von Embryos spezialisiert hat. Hinter dem Programm stehen die Unesco, das Kosmetik-Unternehmen L’Oréal Deutschland und die Stiftung der Nobelpreisträgerin Professor Christiane Nüsslein-Volhard.

Geld auch für Babysitter gedacht

Beide Forscherinnen erhalten jeweils 400 Euro monatlich, damit sie Haushaltshilfen oder Baby-Sitter bezahlen können. Weitere 10 000 Euro stehen für familienfreundliche Investitionen an ihrer Arbeitsstelle zur Verfügung. Der Bedarf für familienfreundliche Arbeitsmodelle ist am Dresdner Planck-Genetikinstitut groß. Etwa die Hälfte der Wissenschaftler ist weiblich und darunter sind viele Mütter – wie eben zum Beispiel Dr. Anne Wuttke, die drei Kinder hat, oder Elisa Maria Rieckhoff, die einen einjährigen Sohn hat.

Genetik-Institut richtet Familienzimmer ein

Das Institut richte daher gerade zwei Familienzimmer ein, teilte CBG-Sprecherin Katrin Boes mit. Dort sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, bei denen zum Beispiel kurzfristig die Kinderbetreuung ausgefallen ist, arbeiten und ihre lieben Kleinen dabei im auge behalten. „Eines ist ein Babyraum mit Wickeltisch, das andere Zimmer wird mit Spielzeug für etwas ältere Kinder und einem Schreibtisch ausgestattet“, berichtet sie. Ähnliche Zimmer haben auch schon andere Unternehmen in Dresden eingerichtet, darunter zum Beispiel die Chipfabriken von Infineon. Geplant sei auch, eine Kinderkrippe für Wissenschaftlerkinder unter einem Jahr einzurichten.

Autor: hw