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Analogchip-Markt auf Wachstumskurs

Blick in die Lithografie der X-Fab in Erfurt. Foto: Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen, Fotograf Michael Voigt
X-Fab in Erfurt. Foto: Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen, Fotograf Michael Voigt

Umsätze mit analogen Schaltkreisen wachsen schneller als gesamter Mikroelektronik-Markt

Scottsdale, 14. Januar 2017. Hersteller von Analog-Schaltkreisen können sich freuen: Die weltweiten Umsätze mit diesen speziellen Chips werden von 54,5 Milliarden Dollar (2017) auf 74,8 Milliarden Dollar im Jahr 2022 wachsen. Das hat das Marktforschungs-Unternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale in Arizona prognostiziert. Demnach wird der Analog-Markt mit einem durchschnittlichen Wachstum von 6,6 Prozent pro Jahr deutlich schneller zulegen als der gesamte Chip-Markt, für den „IC Insights“ Zuwächse von 5,1 Prozent pro Jahr erwartet.

Gefragt für Hightech- wie Low-Budget-Produkte

„Analog-Schaltkreise sind sowohl in für sehr fortschrittliche wie auch für niedrigpreisige Produkte notwendig“, erklären die Analysten: Diese Chips steuern einfache Konsumgüter, sorgen für längere Batterie-Laufzeiten in Tablets, sind aber auch Schlüsselkomponenten für Elektroautos und autonome Fahrzeuge. Und sie sind unersetzbar, um in Smartphones und anderen Geräten zum Beispiel Funksignale in die Sprache der digitalen Welt zu übersetzen und umgekehrt. Das heißt auch: Wenn sich Maschinen, Geräte und Menschen in der „Industrie 4.0“ und im „Internet der Dinge“ vernetzen, dann wird dies Hunderte Millionen oder gar Milliarden Analog-Schaltkreise erfordern – möglichst billig, möglichst stromsparend und dennoch schnell genug.

Die globalen Umsätze mit Alaog-Chips eilen dem gesamten Chip-Markt voraus. Abb.: IC Insights
Die globalen Umsätze mit Analog-Chips eilen dem gesamten Chip-Markt voraus. Abb.: IC Insights

Analog-Chips kennen – anders als ihre digitalen Brüder und Schwestern – nicht nur die Ziffern 0 und 1, sondern verarbeiten Daten und Signale ähnlich wie der Mensch als kontinuierlichem nicht abgestufte Werte. Analogschaltkreise sind zwar für die meisten Anwendungen langsamer als Digital-Elektronik. Sie gelten aber als robuster und können gerade in der Verarbeitung von Autosensor-Daten oft recht effektiv reagieren. hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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