Forschung

Elektronik-Zentrum der TU Dresden erhält Neubau

Dr. Oliver Arnold voim Dresdner Extellenzzentrum cfaed hat den "Tomahawk 2" mitentwickelt - er entwarf den "Koordinator" für die 20 Kerne des Prozessors mit. Foto: Heiko Weckbrodt

Dr. Oliver Arnold voim Dresdner Extellenzzentrum cfaed mit einem “Tomahawk 2”-Prozessor aus Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Cfaed-Koordinator Fettweis absolviert derzeit Forschungs-Semester in den USA

Dresden, 17. August 2015. Um besser nach chemischen, biologischen oder gar Kohlenstoff-Computern der Zukunft suchen zu können, bekommt das Exzellenz-Zentrum für fortgeschrittene Elektronik „cfaed“ der TU Dresden einen Neubau. Entstehen soll der insgesamt 5100 Quadratmeter Nutzfläche fassende Komplex am Barkhausen-Bau an der Technologiemeile „Nöthnitzer Straße“.

Entwurf für den geplanten Neubau (blau) des Zentrums für fortgeschrittene Elektronik Dresden (cfaed), das an den Barkhausenbau der TU angebaut werden soll

Entwurf für den geplanten Neubau (blau) des Zentrums für fortgeschrittene Elektronik Dresden (cfaed), das an den Barkhausenbau der TU angebaut werden soll

Umbauten am Barkhausen-Bau geplant

Offizieller Baustart ist am 24. August 2015, teilte das sächsische Finanzministerium als Bauherr mit. Erste Vorbereitungsarbeiten hatten allerdings bereits vor Monaten begonnen. Finanzminister Georg Unland (CDU) hat bereits angekündigt, dass deutliche Umbauten am historischen Barkhausen-Bau nötig sein werden.

Prof. Gerhard Fettweis tüftelt in der Informatik-Fakultät der TU Dresden an der Nanoelektronik von übermorgen - nachdem er sich zuvor als LTE-Koryphäe ausgetobt hatte. Abb.: hw

Forscht derzeit in Berkeley: Prof. Gerhard Fettweis. Abb.: hw

Das cfaed sucht auf verschiedenen Pfaden nach Alternativen für die klassische Silizium-basierte Mikroelektronik, um deren physikalische Grenzen zu umgehen. Unter anderem experimentieren die Forscher mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen, Silizium-Nanodrähten, chemischen Computern und besonders ausfallsicheren Rechnern. Koordinator ist der Dresdner Mobilfunk-Guru Prof. Gerhard Fettweis, der allerdings derzeit ein Forschungssemester in Berkeley in den USA absolviert. hw