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Magnetfaden schnürt halbe Million Grad heißes Feuertal

Durch Magnetfelder geschnürtes Feuertal auf der Sonne - die gelben Areale sind über 500.000 Grad heiß. Foto: NASA, SDO
Durch Magnetfelder geschnürtes Feuertal auf der Sonne – die gelben Areale sind über 500.000 Grad heiß. Foto: NASA, SDO

Sonnensystem, 26. Oktober 2013: Aus sicheren 150 Millionen Kilometern Entfernung hat das „Solar Dynamics Observatory“ (SDO) im Erdorbit aus Aufnahmen verschiedener Wellenlängen das malerische Foto eines gigantischen Feuertals auf der Sonne zusammengesetzt, das die NASA nun veröffentlicht hat: Ein Magnetfaden hatte Ende September die äußere Hülle unseres Zentralgestirns durchzogen und darin auf etwa 321.000 Kilometern Länge große Mengen von eine halben Million Grad Celsius heißem Plasma eingeschnürt – bevor diese tödliche Suppe ins All geschleudert wurde.

NASA-Animation von der Eruption:

Eruption zauberte Polarlichter über der Erde

Einige Ausläufer dieser Sonneneruption trafen um den 1. Oktober herum auch das Erdmagnetfeld. Die geladenen Partikel zauberten auf der Nord- und Südhalbkugel kaum weniger pittoreske Polarlichter, die andere Astronomen fotografiert haben, wie hier zu sehen ist. Heiko Weckbrodt

Aufnahmen von den Potallichtern auf der Nordhalbkugel (links) und der Südhalbkugel der Erde. Fotos: Jason Brownlee (l.) und Minoru Yoneto
Aufnahmen von den Polarlichtern auf der Nordhalbkugel (links) und der Südhalbkugel der Erde. Fotos: Jason Brownlee (l.) und Minoru Yoneto

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

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