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Computerspielbranche: GAME und BIU wollen heiraten

Auch Frauen gehören inzwischen zur festen Klientel der Spieleindustrie. Abb.: Bitkom
Computerspiele sind in Deutschland ein Milliardengeschäft. Abb.: Bitkom

Berlin, 24. Oktober 2012: Die bisher in getrennten Interessenverbänden organisierten deutschen Spiele-Entwickler und Spiele-Publizierer wollen zusammengehen. Eine entsprechende Fusionsempfehlung haben nun die Vorstände der Verbände „GAME“ (Bundesverband der Computerspielindustrie) und „BIU“ (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware) abgegeben.

„Die traditionellen Unterschiede zwischen Entwicklern und Publishern von Games verschwinden zunehmend“, erklärte dazu BIU-Vorstandssprecher Olaf Coenen. Daher habe sich die „historische Trennung“ in zwei Verbände inzwischen überholt. Beide Verbände erhoffen sich von einem Zusammenschluss „mehr Schlagkraft“, um den Computerspiel-Standort und die darum gruppierte Industrie zu stärken.

Laut eigenen Angaben beschäftigt die deutsche Spielewirtschaft rund 10.500 Menschen in 950 Unternehmen und Institutionen, darunter rund 300 Entwickler und Publizierer von Computer- und Videospielen. Im vergangenen Jahr setzten die Entwickler und Publisher von Computer- und Videospielen zwei Milliarden Euro in Deutschland um. hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

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