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Psycho-Prof Spitzer: Computer machen uns blöd

Hat ein "Multitasking"-fähiges "Arbeitsgedächtnis": das Gehirn. Abb.: MPI-CBS
Abb.: MPI-CBS

Köln, 2.8.2012: Der wachsende Gebrauch von Computern, Smartphones und des Internets gefährdet langfristig unsere geistige Gesundheit und fördert Demenz. Diese Ansicht hat der Psychologie-Professor Manfred Spitzer von der Uni Ulm kürzlich auf der Messe „Personal Zukunft“ in Köln vertreten.

Prof. Manfred Spitzer. Abb.: Uni Ulm
Prof. Manfred Spitzer. Abb.: Uni Ulm

Spitzer verweist dabei auf Beobachtungen koreanischer Ärzte sowie „eine ganze Reihe von Studien, die belegen, dass digitale Medien unser Gedächtnis beeinträchtigen können“. Wenn junge Menschen sehr viel Zeit mit Computer und Internet verbringen, könnten Störungen von Merkfähigkeit und Konzentration, Schwierigkeiten beim Lesen eines Textes, Abgeschlagenheit, Mattigkeit und Motivationslosigkeit die Folgen sein. „Wer Informationen googelt, speichert die Erkenntnisse mit geringer Wahrscheinlichkeit im Gehirn ab“, glaubt Spitzer.

Der Professor war bereits in der Vergangenheit durch umstrittene Meinungsäußerungen – deren wissenschaftlich Untermauerung durchaus bezweifelbar ist – aufgefallen, so etwa, dass Fernsehen dumm und gewalttätig mache. hw


Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

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