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So sieht der Turboprop-Flieger D328eco aus. Abb.: Deutsche Aircraft

„Luftfahrt befindet sich in einem grundlegenden Transformationsprozess“

Sachsen stellt neue Lösungen für Flugzeugbau auf der ILA 2024 aus Dresden/Berlin, 2. Juni 2024. Neue Laserschweißer für Plaste-Flugzeuge, Leichtbau aus thermoplastischen Faserverbundmaterialien, Präzisionsbauteile und dergleichen für Luft- und Raumfahrt zeigt Sachsen ab dem 5. Juni 2024 auf der „Internationalen Luftfahrtausstellung“ (ILA) in Berlin. Insgesamt 15 sächsische Unternehmen, Institute und Organisationen wollen dort ihre neuen Technologien und Produkte zeigen. Das geht aus einer Ankündigung der staatlichen „Wirtschaftsförderung Sachsen“ (WFS) hervor, die auf der Messe einen Gemeinschaftsstand in der Halle 6 aufbaut.

Dresdner Fraunhofer-Ingenieure haben mit einer neuen Laserschweißtechnik die weltweit größten Rumpfsegmente aus thermoplastischen Flugzeugfaserverbundstoffen zusammengefügt. Foto: Clean Aviation via Fraunhofer IWS Dresden

Leichte Plaste-Flugzeuge zusammengeschweißt

Laser-Technologie von Fraunhofer Dresden soll Ökobilanz und Reichweite von Flugzeugen verbessern helfen Dresden, 28. Mai 2024. Um die ökologische Bilanz in der Luftfahrt zu verbessern und sparsamere Flugzeuge bauen zu können, hat Fraunhofer Dresden eine neue Laser-Schweißtechnologie für Leichtbau-Materialien aus Kohlenstoff und Plaste entwickelt. Exemplarisch haben die Ingenieure die zwei Hälften des weltweit größten Flugzeug-Teilrumpfes aus kohlenstoffffaser-verstärkter Themoplaste (CFRTP) automatisiert zusammengefügt. Das hat Gruppenleiter Maurice Langer vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden mitgeteilt.

Herone-Chef Daniel Barfuß (links) zeigt dem sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig seine Carbonband-Flechtmaschine (Hintergrund) und eines der Leichtbauteile. Foto: Heiko Weckbrodt

Herone Dresden: Leichtbau wird beim elektrischen Fliegen noch wichtiger

Uni-Ausgründung kämpft in der Luftfahrt aber noch mit einem Henne-Ei-Problem Dresden, 12. Mai 2023. Die Dresdner Uni-Ausgründung „Herone“ zielt mit ihren Leichtbauteilen zwar vor allem auf die Luftfahrt, wird aber demnächst wohl erst mal in anderen Sparten mit ersten End-Produkten vertreten sein: in Tennisschlägern und BMW-Automobilen beispielsweise. Das hat Geschäftsführer Daniel Barfuß bei einem Besuch des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig (SPD) angekündigt.

Die Dresdner HPCi-Fügezange als "Hand" an einem Industrieroboter. Foto: Fraunhofer-IWS

Leichte Müllstromer für die Städte

IWS Dresden entwickelt neuartige Fügezangen, damit auch lokale Handwerker Leichtbau-Abfallfahrzeuge bauen und reparieren können. Dresden, 27. Oktober 2020. Um die Nerven der Anwohner, die Stadtluft und die Umwelt zu schonen, liebäugeln viele Kommunen mit elektrischen Müllautos, die den Abfall in den Innenstadt-Kernen leise und abgasfrei entsorgen. Weil solche Fahrzeuge aber schwere Akkus oder Brennstoffzellen als Energiespeicher haben, sind hier einfache Leichtbautechnologien gefragt. Was heißt: Am besten wäre es, wenn die städtischen Handwerker solche Müllstromer selbst zusammenbauen und auch reparieren könnten. Deshalb hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden nun gemeinsam mit Partnern neuartige Laser-Fügezangen konstruiert, die Leichtbau zum Kinderspiel machen. Nun erwägen die Dresdner Ingenieurinnen eine Firmenausgründung, um ihre Superzangen zu vermarkten.