Alle Artikel mit dem Schlagwort: Tabak

Der Tabakerhitzer IQOS (vorne) soll sich als Alternative zu klassischer Zigarette und e-Zigarette durchsetzen, wenn es nach Philip Morris geht. Das Prinzip: Die "Heets" sehen aus wie Mini-Zigaretten und werden auf eine Wärmezunge in die IQOS-Halterung eingesteckt. Die erhitzt dann den festen Tabak, statt ihn zu verbrennen. Die gesundheitlichen Langzeit-Folgen sind noch nicht geklärt. Foto: Philip Morris

Was steckt hinter IQOS und Heets?

Bologna/Dresden, 30. Oktober 2017. Philip Morris International (PMI) wurde mit der Zigarettenmarke „Marlboro“ weltweit bekannt. Nun preist der US-Tabakkonzern sein System aus IQOS-Erhitzern und Heets-Tabak als Alternative zum Zigaretten-Rauchen und auch zur chinesischen E-Zigarette an. Produziert werden die “Heets” in Bologna und demnächst auch in Dresden.

Wirkt eher wie der Eingang zu einem Bankpalast: Der Eingang zur Philip-Morris-Fabrik nahe Bologna. Foto: Philip Morris International

Neuanfang für Philip Morris: Die rauchlose Tabakfabrik

Der US-Tabakkonzern will weg vom Buhmann-Image – Rauchfreie Heets aus Bologna und Dresden sollen dabei helfen Bologna/Dresden, 26. Oktober 2017. Philip Morris will sein Image als Marlboro-Buhmann loswerden und feilt nach eigenem Bekunden an einer rauchfreien Zukunft. Ein Baustein dafür soll eine 285 Millionen Euro teure neue „Heets“-Fabrik sein, die der US-Tabakkonzern bis 2019 in Dresden bauen will. In Bologna rollen die „Heets“ genannten Zigaretten-Alternativen bereits milliardenfach vom Band – wir haben uns dort umgeschaut.

Philip Morris hat eine seiner Werbe-Kampagnen für die neuen Heeds stark auf die Stadt Dresden als Marke aufgebaut. Die sächsische Landeshauptstadt galt schon zu Kaisers Zeiten als Zigaretten-Hochburg des Reichs. Repro: Heiko Weckbrodt

Philip Morris baut Heißtabak-Fabrik in Dresden

Unternehmen investiert 285 Millionen Euro in Flughafen-Nähe Dresden, 19. Juni 2017. Der US-Konzern Philip Morris baut für 320 Millionen Dollar (umgerechnet 285 Millionen Euro) eine Fabrik für Tabak-Ersatzprodukte in Dresden. Das hat Geschäftsführerin Stacey Kennedy von der deutschen Konzern-Tochter „Philip Morris GmbH“ heute im f6-Zigarettenwerk Dresden angekündigt. Das Unternehmen will rund 500 neue Mitarbeiter einstellen. Sie sollen ab Anfang 2019 in der neuen Produktionsstätte in Flughafennähe sogenannte „Heets“ herstellen – zunächst für den deutschen Markt, später auch für den Export. „Diese Investition ist ein Meilenstein auf dem Weg in eine rauchfreie Zukunft“, sagte Stacey Kennedy.

Pfeiferauchen ist für Uwe Jopp Genuss, keinesfalls eine Sucht. Foto: Peter Weckbrodt

Chinesen rauchen Dorfhainer Pfeifen

Der sächsische Tabakspfeifen-Macher Uwe Jopp fertigt seine Unikate in Handarbeit und verkauft sie in alle Welt Dorfhain, 11. Januar 2016. Ein Chinese, mit der Tabakspfeife im Mund? Das ist für uns schwer vorstellbar. Noch dazu, wenn es sich bei dem edlen Stück um ein handwerklich gefertigtes Stück aus der 1200- Seelen-Gemeinde Dorfhain bei Dresden, auf der anderen Hälfte des Erdballs gelegen, handelt. Und doch setzt der sächsische Pfeifenmacher Uwe Jopp einen bedeutenden Anteil seiner schmucken Pfeifen über einen Pekinger Händler im Reich der Mitte ab. Ja, er pflege auch Geschäftsbeziehungen mit deutschen Händlern, zum Beispiel in Essen, Köln und Koblenz, betont Uwe Jopp, der bis vor etwa zehn Jahren noch als Bauingenieur tätig war. Auch in Schweden, der Schweiz in Frankreich und in den USA verkaufen Händler seine Pfeifen. In Ostdeutschland habe er dagegen keinen einzigen Abnehmer, da fehle schlicht die Nachfrage.