Alle Artikel mit dem Schlagwort: Piraterie

GVU berüßt „movie2k“-Abschaltung

Berlin, 2. Juni 2013: Nachdem das Film-Streamingportal „Movie 2k“ nun schon mehrere Tage nicht erreichbar ist, hat die „Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen“ (GVU) dies nun als Abschaltung begrüßt. Noch sei unsicher, ob die Betreiber selbst oder stafverfolgungsbehörden „movie2k“ beendet hätten, erklärte GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy. Er kündigte an, der Staatsanwaltschaft von der GVU gesammelte Erkenntnisse über die „digitalen Hehler“ zur Verfügung zu stellen.

Nach BGH-Urteil: Kanzlei entwirft „kindgerechte“ Anti-Piraten-Belehrung

Köln, 16. November 2012: Die Anwaltskanzlei „Wilde Beuger Solmecke“ hat angekündigt, ein „kindgerechtes“ Belehrungsformular für angehende Software-Piraten zu entwerfen, das Eltern künftig helfen könnte, Urheberrechts-Klagen von Abmahn-Anwälten der Musik-, Film- und Softwareindustrie abzuschmettern. Das kündigte der auf Internetrecht spezialisierte Kölner Anwalt Christian Solmecke an. Hintergrund: Seine Kanzlei hatte gestern ein Präzendens-Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH, Urteil vom 15.11.2012 – I ZR 74/12) erwirkt, laut dem Eltern für illegale Internetaktivitäten ihrer Kinder nicht zwingend haften, wenn sie diese ausreichend über die Schändlichkeit von Urheberrechtsverletzungen belehrt haben.

Jusos Dresden fordern verkürztes Urheberrecht im Netz

Dresden, 9.2.2012: Die Dresdner Jungsozialisten (Jusos) fordern anlässlich der für Samstag geplanten Demos gegen das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA eine Reform des Urheberrechts. „Anstelle weiterer Verschärfung der Strafverfolgung von Urheberrechtsverstößen muss darüber diskutiert werden, ob das Urheberrecht in der aktuellen Form noch zeitgemäß ist“, kritisierte der Dresdner Jusos-Chef Stefan Engel. „Schutzfristen von 70 Jahren nach dem Tod eines Künstlers begünstigen allein die Verwertungsindustrie, verhindern kreative Arbeit mit alten Werken und kriminalisieren mitunter ahnungslose Otto-Normalverbraucher.“

GfK hört mit: Jeder Zweite steuert illegale Filmseiten oder Pornoportale an

Berlin, 28.11.2011: Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) setzt nun technische Methoden aus der TV-Reichweitenermittlung an, um die Surf-Gewohnheiten der Deutschen zu analysieren. Die Filmförderanstalt (FFA) in Berlin hat die Daten ausgewertet und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass fast die Hälfte (47 %) der deutschen Internetnutzer im ersten Halbjahr 2011 Netzseiten mit illegalen Medieninhalten (Filme, Musik etc.) oder mit „jugendgefährdendem Content“ (sprich: Porno-Seiten etc.) besucht haben.