Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kunstraub

Im Innern der goldenen Medaille befindet sich ein Miniaturbildnis des jungen Herzogs Johann Georg. Foto: Stadtmuseum Dresden

Geraubter Sophienschatz kehrt stückeweise zurück nach Dresden

Geraubter Sophienschatz: Goldmedaillon kehrt zurück nach Dresden Dresden, 28. Juli 2017. Ein goldenes Medaillon ist nach Dresden zurückgekehrt. Es erzählt von einem Bogenschützensieg eines längst gestorbenen Herzogs – und vom größten Kunstraub der DDR-Geschichte. Das Medaillon ist nämlich ein Teil des vor 40 Jahren aus dem Stadtmuseum Dresden geraubten Sophienschatzes. „Nun fehlen von der Bogenschützenkette noch ein letzter Anhänger, die goldene Schützenkette selbst sowie 14 weitere Schmuckstücke aus den Gräbern der Sophienkirche“, hieß es heute vom Stadtmuseum.

Zu den Kleinoidien gehörten auch kunstvolle Ringe udn Anhänger zum Aufklappen. Links ist die Zeichnung von 1977 nach dem Diebstahl zu sehen, rechts das Foto vom gleichen Stück, das 1999 in oslo auftauchte. Repro: Heiko Weckbrodt

Größter Kunstraub der DDR bis heute unaufgeklärt

Vor 39 Jahren klauten Unbekannte am helllichten Tag den Sophienschatz aus dem Stadtmuseum Dresden Dresden, 10. August 2016. Demnächst jährt sich der spektakulärste und wohl auch dreisteste Kunstraub der DDR-Geschichte zum 39. Mal: Am 20. September 1977 stahlen bis heute unbekannte Kriminelle den Sophien-Schatz aus dem Stadtmuseum Dresden – am hellichten Tag, während des ganz normalen Besucherbetriebes. Ein Großteil des Schatzes tauchte Jahrzehnte später in Oslo wieder auf. Doch 17 Schmuckstücke sind immer noch verschollen, der Coup ist bis heute nicht aufgeklärt.

Thriller „Headhunters“: Ein Unsympathling kämpft um sein Leben – und gewinnt unsere Sympathie

Roger (Aksel Hennie) ist ein Arsch, wie er im Buche steht: Ein Blender und Lügner, offiziell ein aalglatter Headhunter, der Topbewerber für Konzerne wie „Pathfinder“ besorgt, heimlich ein Kunstdieb, der auch noch seine Frau betrügt. Doch so unsympathisch diese Type zunächst auch ist: Schon nach einer halben Stunde kann man in Morton Tyldums Thriller „Headhunters“ gar nicht anders, ihn widerstrebend zu mögen, wie dieser geschniegelte Yuppie plötzlich um sein Leben kämpft, wortwörtlich in der Scheiße sitzt, gejagt von einem militanten Konkurrenten von „Pathfinder“. Der Norweger Tyldum versteht es eben, die erdige Kraft und die Bizarritäten des skandinavischen Krimis (die Romanvorlage stammt von Jo Nesbø) mit amerikanischer Coolness zu verknüpfen.