Alle Artikel mit dem Schlagwort: CIA

Von wegen, das gibts nur im Agentenfilm: Eine Maschinenpistole im Geigenkasten. Foto: Heiko Weckbrodt

Maschinenpistole im Geigenkasten

Sonderausstellung über Spionage in Ost und West im Militärhistorischen Museum Dresden Dresden,. 23. Oktober 2016. Maschinenpistolen im Geigenkasten, giftschießende Regenschirme oder Lippenstifte, die sich in tödliche Krallen verwandeln… Wer dachte, dies seien lediglich Hirngespinste phantasievoller Agentenfilm-Regisseure, der irrt: Tatsächlich gehörten solche bizarren Ausrüstungen zum Repertoire des Kalten Krieges, wurden teils auch von Spionen eingesetzt. Allerlei pittoreske Zeugnisse des (meist) unsichtbaren Geheimdienstkrieges zwischen Ost und West zeigt bis zum 29. November 2016 das Militärhistorische Museum Dresden in der Sonderausstellung „Achtung Spione!“.

Netzseiten wie die von David Dees illustrieren krude verschwörungsideologien in knalligen Farben: Merkel als Marionette der Zionisten und Flüchtlinge, die blonde Mädchen vergewaltigen - und alles gehört zu einem großen Genozid-Plan gegen die Europäer. Abb.: Screenshots von ddees.com

Von Aliens, Flüchtlingen und falschen Flaggen

In Umbruchzeiten blühen Verschwörungstheorien besonders wild Kassel, 26. April 2016. Das Netz ist voll von Verschwörungs-Erzählungen und sie finden derzeit besonders viel Nahrung. Beispiele, die vor allem in rechtspopulistischen Facebook-Gruppen jetzt (wieder) die Runde machen und besonders dem Konzept der Aktionen „unter falscher Flagge“ frönen: – Die CIA und nicht Al Kaida hat am 11. September 2001 jene Flugzeuge gesteuert, die das World Trade Center in New York zerstörten. Natürlich um der Bush-Administration einen Vorwand für den Afghanistan- und den Irak-Krieg zu liefern.

Muss noch nicht mal CIA-Drogen schlucken, um Schreikrämpfe zu bekommen: Journalistin Anne (Katia Winter). Foto: Koch Media

Banshee Chapter: Zuviel von Psychodrogen der CIA genascht

Verschwörungshorror auf den Spuren alter Gedankenkontroll-Versuche Vor allem in den 1960er und 70ern wurden der CIA und anderen US-Regierungsstellen oft und gern Experimente mit Gedankenkontrolle nachgesagt. Ob und wieviel da dran war, weiß man allerdings bis heute nicht so ganz – wär vielleicht mal eine lohnende Aufgabe für Wikileaks. Auf diese alten Gerüchte setzt auch der Horrorfilm „Banshee Chapter“ auf, der inzwischen auf DVD und Bluray zu haben ist. Titelgebend waren hier offensichtlich die markerschütternden Schreie, die die Probanden dieser bizarren Experimente wie die Banshee-Feen der keltischen Mythologie ausstoßen – Soundeffekte, die Regisseur Blair Erickson gern und oft einsetzt.

Foto: Paramount

Jungagent Jack Ryan rettet den Dollar

DVD-Kritik: „Shadow Recruit” nimmt die Russen in die Zange Jack Ryan kann einfach nicht von seinen Lieblingsfeinden im Osten lassen – und das war in seiner Zeit als Milchreis-Bubi nicht anderes: Nach Harrison Ford, Alec Baldwin und Ben Affleck darf nun Hollywood-Jungschönling Chris Pine (Captain Kirk in „Star Trek XII“) unbedarft die neueste Verfilmung im aktionsreichen Leben des Finanzanalysten Superman Marineinfanteristen und CIA-Agenten mimen. Und in „Jack Ryan – Shadow Recruit“ sind es eben wieder mal beziehungsweise schon wieder die Russen, die die kapitalistische Welt zu Fall bringen wollen.

„Red Rabbit“ funkt dem KGB beim Papst-Attentat dazwischen

Tom Clancy meißelt mit Spionagethriller der Ignoranz ein Denkmal Papst Johannes Paul II. droht 1981 in einem Geheimbrief zurückzutreten, wenn die Sowjetunion weiter seine Polen unterdrückt. Das ärgert die Kreml-Führung derart, dass KGB-Chef Juri Andropow den Tod des Papstes beim bulgarischen Geheimdienst fordert. Der wiederum beauftragt einen zielunsicheren türkischen Kriminellen mit dem Attentat. Doch zum Glück bekommt KGB-Chiffrieroffizier Oleg Saitzew Wind von der Intrige und verrät die Mordpläne an den CIA. Der schickt wiederum den MI6 und den Analysten Jack Ryan, um den „Red Rabbit“ (CIA-Jargon für Überläufer) aus dem Ostblock zu holen. Um die Flucht zu vertuschen, sind die Briten nicht zimperlich und zünden nachts ein vollbelegtes Hotel in Budapest an…

Bluray „Die Logan-Verschwörung“: Über Nacht ausradiert

Ex-CIA-Agent Logan (Aaron Eckhart – „The Dark Knight“) überprüft für die neugegründete Sicherheitssparte eines Handelskonzerns Zugangssysteme auf Schwachstellen. Eines Abends stößt er auf Spuren einer groß angelegten Vertuschungsaktion. Am nächsten Morgen sind alle seine Kollegen tot, die Firma leer und kein Mensch kann sich an ihn erinnern – und ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel mit seiner Ex-Ische und Ex-Führungsoffizierin Anna (Olga Kurylenko – „James Bond“) beginnt…

10.000 Schnipsel in 33 Tagen zu 5 Geheimdienstdokumenten rekonstruiert

Arlington, 3.12.2011: Ein kleines Team aus San Francisco hat eine Schnipselrätsel der US-Militärforschungsagentur DARPA (Arlington) gelöst und damit ein Preisgeld von 50.000 Dollar (37.300 Euro) gewonnen. Die Gruppe kombinierte Hightech und menschliche Intelligenz und setzte so binnen 33 Tagen fünf fiktive Geheimdienst-Dokumente wieder zusammen, die die DARPA zuvor in rund 10.000 Teile zerschnipselt hatte. “Viele Experten waren skeptisch, dass die Lösung ins solch kurzer Zeit gefunden werden kann”, kommentierte Dan Kaufmann, Direktor des DARPA-Büros für Informationsinformation, den Erfolg. “Die effektivsten Ansätze waren nicht rein computerbasiert, sondern kombinierten diese Techniken mit Detektivmethoden.” So war es auch bei den Preisträgern: Die Gruppe aus San Francisco hatte computerbasierte Bilderkennungs-Algorithmen eingesetzt, die Rechner lieferten dann dem menschlichen Zusammensetz-Team Vorschläge, welche Schnipsel zusammenpassen könnten.

Schlapphüte im Netz

Ufos. Kinderspiele, Weltbuch: Was die CIA via Internet dem Bürger mitteilt Auch auf der CIA-Seite zu finden: 332 Dossiers über UFOs. Foto: Wmpearl/Wikipedia In der Populärkultur kommt die CIA im besten Falle als Akteur machiavellistischer Spionagekrimis vor, im schlechteren als monströser Weltstrippenzieher. Im Internet dagegen geben sich die amerikanischen Schlapphüte kinderlieb: Die „Central Intelligence Agency“ hat unter der Adresse www.cia.gov gar eine „Kid’s Page“, eine elektronische Tummelwiese für Kinder angelegt und – mit einem selbstironischen Augenzwinkern – natürlich mit Schlapphüten garniert. CIA-Kinderseite/BSF Und was immer gar Schreckliches hinter den Häusern mit dem Adlersiegel wirklich so passieren mag: Vom eher bürokratischen Ambiente der deutschen BND-Internetpräsenz (www.bnd.de) sind die Amis weit entfernt, die CIA-Kinderseite hat Charme: Da kann der Juniorspion Fotoanalysespiele, Codeknackereien und Puzzle lösen (allerdings nur auf Englisch) und bekommt dabei allerlei PR-Infos der „Firma“ untergejubelt. Aber die CIA-Seite hat auch für Erwachsene nützliche Seiten. Echte Geheiminfos stehen hier zwar nicht (dafür ist eher Wikileaks zuständig ;-)), dafür aber steht hier das „World Factbook“ – eine Sammlung von Dossiers über nahezu alle Länder der Welt. Da …