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Fotos aus der ewigen Kälte

Ausstellung „Scenerie und Naturobjekt“ mit beeindruckenden ganz alten und ganz neuen Antarktis-Fotografien in den Technischen Sammlungen Dresden Dresden, 11. März 2016. Auf dem 118 Jahre alten Schwarzweiß-Foto sieht der Oktopus klein aus: reg- und farblos liegt er in der Emaille-Schüssel auf dem Schiff. Auf der Farbzeichnung daneben, die der Antarktisforscher Fritz Winter damals aus diesem Foto gezaubert hatte, wirkt das Tier dagegen prächtig, breitet seine Arme aus, strahlt saftig-fleischfarben. Gleich um die Ecke sehen wir die Antarktis dann in ihrer unendlichen Weite: Auf dem meterhohen Foto breiten sich Eis, Schnee, Geröll und Himmel aus, alle Farbe, alles Leben scheinen aus der Szenerie entronnen. Nur wer ganz genau hinguckt, sieht einen Pinguin winzig klein durchs Bild watscheln. „Die pickern einen mit dem Schnabel, wenn ihnen etwas nicht passt“, sagt Fotograf Hans-Christian Schink, dem diese Aufnahme vor sechs Jahren mit einer Großformat-Kamera geglückt war.

Polareis schrumpft schneller

Studie: Schmelztempo seit 90er Jahren mehr als verdreifacht Grönland/Antarktis, 1. Dezember 2012: Die Eisschmelze an beiden Erdpolen hat sich in den vergangenen 20 Jahren deutlich beschleunigt. Das haben neue vergleichende Messungen von Satelliten der US-Raumfahrtbehörde NASA und der europäischen ESA ergeben. Laut der gemeinsamen Studie von 47 Wissenschaftlern aus 26 Forschungseinrichtungen verlieren die Eispanzer über Grönland und über der Antarktis jetzt Eis in einer Menge, die einem jährlichen Anstieg der globalen Meerespegel um einen knappen Millimeter entsprechen. Damit schmilzt das Polareis inzwischen mehr als drei Mal so schnell wie in den 1990ern, als die Eisschmelze einem jährlichen Meerespegel-Anstieg um 0,27 Millimeter entsprach.