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Kaspersky: Bundestrojaner kann mehr als angenommen

Bundestrojaner - ist er nun echt oder nicht? Abb.: Bobzin/ Wikipedia
Abb.: Bobzin/ Wikipedia

Moskau/Ingolstadt, 19.10.2011: Der „Bundestrojaner“ kann sich in mehr Programme auf einem PC einnisten als bisher gedacht, außerdem gibt es ihn auch in einer 64Bit-Variante. Das hat eine Analyse der russsischen Sicherheits-Softwarefirma „Kaspersky“ ergeben. „Die von uns analysierte Version zeigt, dass es die Software neben Skype auch auf Web-Browser, verschiedene Instant Messenger und VoIP-Software wie ICQ, MSN Messenger, VoipBuster und Yahoo! Messenger abgesehen hat“, erklärte Tillmann Werner von der deutschen Kaspersky-Niederlassung.

Demnach handelt es sich beim „Bundestrojaner“ um ein Rootkit vom Typ „R2D2“. Laut Code-Analyse kann die staatliche Schnüffel-Software nicht nur internetbasierte Telefonate mittels „Skype“ abhören, wie vom Bundesverfassungsgericht abgesegnet, sondern sich in mindestens 15 Programme einhacken, darunter den „Firefox“ und den „Internet Explorer“. Damit kann der Trojaner deutlich mehr, als bei der ersten Analyse des „Chaos Computer Clubs“ bereits kritisiert (Der Oiger berichtete). Heiko Weckbrodt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

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